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# Workloads in VergeOS migrieren

VergeOS bietet flexible Optionen zum Import von Workloads aus anderen Systemen, darunter Tools für Massenmigrationen und umfassende Unterstützung für den Import aus Medienabbildern (VMDK/VHD/VHDX, OVF/OVA, VMX, QCOW2 usw.). Virtuelle Maschinen können direkt in die Umgebung übertragen werden, wobei das Hochladen und die Konfiguration manuell oder mit automatisierten Tools erfolgen kann. Diese Vielseitigkeit erleichtert den Wechsel von anderen Plattformen und sorgt gleichzeitig für Kontrolle und Kontinuität.

Der folgende Leitfaden beschreibt die verschiedenen verfügbaren Optionen zum Import vorhandener Workloads in VergeOS.

## Migrationsmethoden

### Enterprise-Migrationsplattform

{% hint style="success" %}
**Cirrus Data-Integration mit VergeOS**

**Cirrus Data** - ein führender Anbieter im Bereich Enterprise-Datenmigration - hat die VergeOS-Integration in seine *Compute-Migration* und *MigrateOps* Produkte aufgenommen und ermöglicht so **den Import ohne Ausfallzeit** von physischen oder virtuellen Maschinen in VergeOS von jeder Plattform aus. Ideal für komplexe Unternehmensmigrationen, die nur minimale Betriebsunterbrechungen erfordern. [Mehr über Cirrus Data erfahren](/automate-protect-and-extend/de/integrationen-und-apis/cirrus-data.md)
{% endhint %}

***

### Native VergeOS-Importmethoden

#### [**VergeOS VMware-Connector**](/run-the-platform/de/virtuelle-maschinen/import-from-vmware.md)

**Empfohlen für:** Kleine bis große VMware-Produktionsumgebungen

Eine vollständige Sicherung der Quell-virtuellen Maschinen in VergeOS wird mithilfe des VMware-Connectors durchgeführt. Anschließend werden inkrementelle Backups erstellt, um nur die Änderungen zu erfassen, wobei VMware Change Block Tracking (CBT) für eine effiziente Übertragung genutzt wird. Sobald sich die Dauer der inkrementellen Sicherungen stabilisiert und damit nur noch minimale laufende Datenänderungen vorliegen, gilt das System als bereit für die Umschaltung mit minimaler Ausfallzeit.

**Wichtige Funktionen:**

* Live-Migration aus laufenden VMware-Umgebungen
* Unterstützung für inkrementelle Sicherungen unter Nutzung von VMware CBT
* Batch-Importfunktionen für mehrere VMs
* Hardwareunabhängiger Datenzugriff
* Minimale Ausfallzeit bei der Umschaltung

**Zusätzliche Ressourcen:**

* [VMware-Backup-DR-Leitfaden](/knowledge-base/de/backup-dr/vmwarebackupdrguide.md)
* [Import von VMs aus VMware-Service-Backup-Jobs](/run-the-platform/de/virtuelle-maschinen/import-from-vmware.md)

#### [**Import aus hochgeladener Datei**](/run-the-platform/de/virtuelle-maschinen/import-from-upload.md)

**Empfohlen für:** Einzelne VMs und gemischte Virtualisierungsumgebungen

Laden Sie VM-Konfigurations- und Datenträgerdateien (VMX, VMDK, OVF, VHD, QCOW2 usw.) in die vSAN hoch und importieren Sie sie einzeln. Diese Methode bietet maximale Kompatibilität über verschiedene Quellplattformen hinweg.

**Methodenübersicht:**

* Datenträgerabbilder werden in die vSAN (VergeFS) hochgeladen
* VM-Konfigurationsdateien (z. B. VMX/OVF) werden hochgeladen
* **-ODER-** Die VM-Definition wird in VergeOS erstellt und die VM-Festplatte(n) werden anhand der hochgeladenen Datenträgerdatei(en) erstellt

**Wichtige Funktionen:**

* Unterstützt mehr als 12 Dateiformate, darunter VMware, Hyper-V, VirtualBox und QEMU
* Ideal für den Import von VMs aus heruntergefahrenen Umgebungen
* Vollständige Kontrolle über den Importprozess und den Zeitpunkt
* Funktioniert mit jeder Virtualisierungsplattform, die Standardformate exportieren kann

#### [**NAS-Volume-Import**](/run-the-platform/de/virtuelle-maschinen/import-from-nas.md)

**Empfohlen für:** Batch-Importe aus Netzwerkspeicher

Importieren Sie VMs direkt aus CIFS- oder NFS-Netzwerkfreigaben, auf denen die VM-Dateien gespeichert sind. Effizient für Migrationen im großen Maßstab, wenn die VM-Daten bereits über Netzwerkspeicher zugänglich sind.

**Methodenübersicht:**

* Innerhalb Ihres VergeOS-Systems wird ein NAS-Dienst eingerichtet
* Ein Remote-Volume wird erstellt, um die externe Speicherquelle einzubinden
* Neue VMs werden erstellt, wobei die *--Aus Volume importieren--* Option des VergeOS-ISO-Installers
* Der Fortschritt wird im Dashboard für Importjobs überwacht

**Wichtige Funktionen:**

* Mehrere VMs gleichzeitig massenhaft importieren
* Direkter Zugriff auf vorhandene NFS/CIFS-Freigaben
* Kein vorheriges Hochladen von Dateien in die vSAN erforderlich
* Unterstützt VMX- und OVF-Konfigurationsformate

#### [**VergeOS Clone-Dienstprogramm**](/knowledge-base/de/virtual-machines/importing-a-physicalvirtual-machine-into-vergeio.md)

**Empfohlen für:** Physisch-zu-virtuell (P2V) und plattformübergreifende Migrationen

Blockbasierte Migrationssoftware zum Import physischer Maschinen und VMs aus verschiedenen Plattformen direkt in VergeOS mit minimaler Ausfallzeit.

**Methodenübersicht:**

* Die vergeOS-clone.iso wird vom Dashboard heruntergeladen
* Die Quellmaschine wird mit der ISO-Datei gebootet
* Es werden Optionen für VM-Name, MAC-Adressen-Einstellungen und die einzuschließenden Datenträger ausgewählt
* Nachdem die effiziente blockbasierte Datenübertragung abgeschlossen ist, kann die VM in VergeOS gestartet werden

**Wichtige Funktionen:**

* Unterstützung für physisch-zu-virtuell-Migrationen (P2V)
* Virtuell-zu-virtuell-Migration (V2V) von jeder Plattform
* Blockbasierte Datenübertragung für mehr Effizienz

## Unterstützte Dateiformate

VergeOS unterstützt eine breite Palette von VM-Dateiformaten:

| Format         | Quellplattform     | Beschreibung                                         |
| -------------- | ------------------ | ---------------------------------------------------- |
| **VMX/VMDK**   | VMware             | Native VMware-Konfigurations- und Datenträgerdateien |
| **OVF/OVA**    | VMware, VirtualBox | Offener Virtualisierungsstandard                     |
| **VHD/VHDX**   | Hyper-V            | Microsoft-Virtualisierungsformate                    |
| **QCOW/QCOW2** | QEMU, KVM          | QEMU Copy-on-Write-Formate                           |
| **VDI**        | VirtualBox         | VirtualBox-Datenträgerabbilder                       |
| **IMG/RAW**    | Verschiedene       | Rohdatenträgerabbildformate                          |

## Leitfaden zur Migrationsplanung

### Checkliste vor der Migration

**Vorbereitung der Quellumgebung:**

* VM-Spezifikationen dokumentieren (CPU, RAM, Datenträgergrößen, Netzwerkeinstellungen)
* Hypervisor-spezifische Tools entfernen (VMware Tools, Hyper-V Integration Services usw.)
* Sicherstellen, dass sich VMs für Offline-Importe in einem ordnungsgemäß heruntergefahrenen Zustand befinden
* Netzwerkkonnektivität zwischen Quell- und VergeOS-Umgebung überprüfen

**Vorbereitung der VergeOS-Umgebung:**

* Ausreichende Speicherkapazität über die geeigneten Tiers hinweg überprüfen
* Netzwerksegmente so konfigurieren, dass sie den VLANs der Quellumgebung entsprechen
* IP-Adresszuweisungen und DNS-Konfigurationen planen
* Prüfen Sie [Kompatibilität des Gastbetriebssystems](/run-the-platform/de/virtuelle-maschinen/guest-os-compatibility.md)

### Die richtige Methode wählen

**Cirrus Data-Integration verwenden, wenn:**

* Unternehmensumgebung, die nahezu keine Ausfallzeit erfordert
* Komplexe Migrationen über mehrere Plattformen
* Erweitertes Bandbreitenmanagement erforderlich
* Professionelle Migrationsdienste bevorzugt

**VMware-Connector verwenden, wenn:**

* Quelle ist eine produktive VMware-Umgebung
* Ausfallzeit während der Migration minimieren müssen
* Mehrere VMs gleichzeitig importiert werden
* Quell-VMs während der Datenmigration betriebsbereit bleiben müssen
* VMware CBT für effiziente Übertragungen nutzen möchten

**Media-Images-Import verwenden, wenn:**

* Migration von Nicht-VMware-Plattformen (Hyper-V, VirtualBox, KVM, Nutanix)
* Quell-VMs für den Export heruntergefahren werden können
* Mit gemischten Virtualisierungsumgebungen arbeiten
* Maximale Kontrolle über einzelne VM-Importe benötigen

**NAS-Volume-Import verwenden, wenn:**

* VM-Dateien auf netzwerkzugänglichem Speicher liegen
* Viele VMs aus gemeinsam genutztem Speicher importiert werden müssen
* Mit VMX- oder OVF-Dateien arbeiten, die sich bereits auf NFS/CIFS-Freigaben befinden
* Batch-Importe aus gemeinsam genutztem Speicher durchführen

**VergeOS Clone-Dienstprogramm verwenden, wenn:**

* Physische Maschinen in virtuelle umwandeln (P2V)
* VMs von Nicht-VMware-Plattformen konvertieren (V2V)
* Blockbasierte Migrations-Effizienz benötigt wird
* Mit einzelnen Maschinen arbeiten, bei denen Ausfallzeit keine Rolle spielt

## Optimierung nach dem Import

### Wesentliche Schritte nach der Migration

1. **VirtIO-Treiber installieren**
   * Windows: virtio-win-Gasttools installieren für optimale Leistung
   * Linux: Die meisten Distributionen enthalten native VirtIO-Unterstützung
2. **Netzwerkkonfiguration**
   * Netzwerkkonnektivität und IP-Zuweisungen überprüfen
   * DNS- und DHCP-Reservierungen bei Bedarf aktualisieren
   * Kommunikation zwischen den VMs testen
3. **Speicheroptimierung**
   * Datenträger bei Bedarf auf geeignete Storage-Tiers migrieren
   * Erwägen Sie, die Datenträgerkomprimierung für mehr Speichereffizienz zu aktivieren
4. **Sicherheit und Überwachung**
   * QEMU Guest Agent für erweiterte Überwachung aktivieren
   * Sicherungsrichtlinien mithilfe von VergeOS-Snapshots konfigurieren
   * Gastbetriebssystem und Anwendungen auf die neuesten Versionen aktualisieren

## Best Practices und Tipps

### Leistungsoptimierung

* **VirtIO-Schnittstellen verwenden** wann immer möglich für beste Leistung
* **Mit SATA/IDE-Schnittstellen beginnen** wenn Startprobleme auftreten, und nach der Treiberinstallation zu VirtIO wechseln
* **MAC-Adressen beibehalten** während des Imports, um eine Netzwerkkonfiguration zu vermeiden

### Häufige Probleme beheben

**Startprobleme:**

* Versuchen Sie, die Datenträgerschnittstelle von VirtIO-SCSI auf SATA oder IDE umzustellen
* VirtIO-Treiber installieren und dann wieder zu VirtIO-SCSI wechseln
* Überprüfen Sie, ob die EFI/BIOS-Einstellungen mit der Quell-VM-Konfiguration übereinstimmen

**Netzwerkprobleme:**

* Prüfen Sie, ob VirtIO-Netzwerktreiber installiert sind
* VLAN- und Netzwerksegmentkonfigurationen überprüfen
* Einstellungen zur Beibehaltung der MAC-Adresse bestätigen

**Leistungsprobleme:**

* Sicherstellen, dass VirtIO-Treiber installiert und aktualisiert sind
* Ausreichende Ressourcenzuweisung überprüfen (CPU, RAM)
* Speicher-Tier-Platzierung für datenträgerintensive Workloads berücksichtigen

## Migrationsressourcen

### Dokumentationslinks

* [Importaufträge anzeigen](/run-the-platform/de/virtuelle-maschinen/view-import-jobs.md) - Importfortschritt überwachen und nachverfolgen
* [VM-Best Practices](/run-the-platform/de/virtuelle-maschinen/vm-best-practices.md) - Umfassender Optimierungsleitfaden
* [Kompatibilität des Gastbetriebssystems](/run-the-platform/de/virtuelle-maschinen/guest-os-compatibility.md) - Unterstützte Betriebssysteme

### Tools und Integrationen

* [Cirrus Data Migrationsplattform](/automate-protect-and-extend/de/integrationen-und-apis/cirrus-data.md) - Enterprise-Migrationslösungen
* [Terraform-Provider](/automate-protect-and-extend/de/integrationen-und-apis/terraform-provider.md) - Infrastruktur as Code für automatisierte Bereitstellungen

{% hint style="success" %}
**Tipps für eine erfolgreiche Migration**

* **Mit einer Pilotmigration beginnen** von nicht kritischen VMs, um den Prozess zu validieren
* **Für ausreichende Bandbreite planen** insbesondere bei großen VM-Importen
* **Migrationsfenster planen** um die Auswirkungen auf das Geschäft zu minimieren
* **Gründlich testen** bevor die Quellinfrastruktur außer Betrieb genommen wird
  {% endhint %}


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