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# Häufige Probleme und Lösungen

## Fehlerbehebung - Kurzreferenz

Diese Seite fasst die häufigsten Probleme zusammen, auf die VergeOS-Administratoren stoßen, nach Subsystemen geordnet. Jeder Abschnitt enthält Symptome, Ursachen und schrittweise Behebungsverfahren.

```mermaid
graph TD
    A["Symptom identifizieren"] --> B{"Welches Subsystem?"}
    B -->|VM| C["Netzwerk / Speicher"]
    B -->|Storage| D["vSAN / NAS"]
    B -->|Hardware| E["SEL / IPMI"]
    B -->|Installation| F["Boot / Beitritt"]

    C --> G["Behebungsschritte"]
    D --> G
    E --> G
    F --> G
    G --> H{"Gelöst?"}
    H -->|Ja| I["Dokumentieren & schließen"]
    H -->|Nein| J["An den Support eskalieren"]

    style A fill:#4a90d9,color:#fff
    style B fill:#2c3e50,color:#fff
    style G fill:#27ae60,color:#fff
    style J fill:#e74c3c,color:#fff
```

***

## VM-Netzwerkkonnektivität

Netzwerkkonnektivitätsprobleme sind das häufigste Supportthema. Bevor Sie tiefer einsteigen, prüfen Sie, ob **andere VMs** in derselben Umgebung das Internet erreichen können. Wenn keine das kann, liegt das Problem wahrscheinlich außerhalb von VergeOS (Switch, Firewall, ISP). Wenn andere VMs einwandfrei funktionieren, ist die Ursache fast immer eine fehlende Konfiguration der betroffenen VM.

### Fehlende NIC-Konfiguration

**Symptom:** Die VM bootet, aber im Gastbetriebssystem sind keine Netzwerkschnittstellen sichtbar.

**Behebung:**

1. Öffnen Sie das VM-Dashboard und prüfen Sie den **NICs** Abschnitt
2. Wenn keine NIC aufgeführt ist, klicken Sie auf **NIC hinzufügen**
3. Wählen Sie das richtige Netzwerk und setzen Sie den Schnittstellentyp auf **VirtIO** (empfohlen) oder **E1000** für Legacy-Kompatibilität
4. Die NIC erscheint im Gast sofort, wenn Hot-Plug aktiviert ist (Standard) — bei einigen Betriebssystemen kann ein erneutes Einlesen im Gastbetriebssystem erforderlich sein. Starten Sie nur neu, wenn Hot-Plug deaktiviert ist.

### Falsche Netzwerkzuweisung

**Symptom:** Die VM hat eine NIC, kann aber andere VMs oder das Internet nicht erreichen.

**Behebung:**

1. Navigieren Sie zum VM-Dashboard → **NICs**
2. Prüfen Sie, ob der NIC-Status **Up**
3. Bestätigen Sie, dass die **Netzwerk** Spalte das richtige Netzwerk anzeigt — vergleichen Sie mit einer funktionierenden VM in derselben Umgebung
4. Wenn falsch, bearbeiten Sie die NIC und weisen Sie sie dem richtigen Netzwerk neu zu
5. VM neu starten

### Fehlende VirtIO-Treiber

**Symptom:** Die Windows-VM zeigt im Geräte-Manager keinen Netzwerkadapter, obwohl in VergeOS eine NIC konfiguriert ist.

**Behebung:**

1. Stellen Sie sicher, dass in der **NICs** Abschnitt der VM in VergeOS eine NIC vorhanden ist
2. Verbinden Sie sich mit der VM über die **Remote-Konsole**
3. Installieren Sie die VirtIO-Treiber von der ISO des Gastagenten — siehe die VergeOS-Dokumentation zu [VM-Gastagent](https://docs.verge.io/product-guide/virtual-machines/vm-guest-agent/) für Download- und Installationsschritte
4. Nach der Treiberinstallation erkennt Windows den Netzwerkadapter automatisch

### Falsche Gast-IP-Konfiguration

**Symptom:** NIC ist vorhanden und Treiber sind installiert, aber die VM kann das Netzwerk dennoch nicht erreichen.

**Behebung:**

1. Prüfen Sie im Gastbetriebssystem, ob der Netzwerkadapter erkannt und aktiviert ist
2. Für DHCP: Stellen Sie sicher, dass im Netzwerk ein DHCP-Dienst läuft (prüfen Sie **Netzwerke → \[Netzwerk] → DHCP**)
3. Für statische IP: Stellen Sie sicher, dass IP-Adresse, Subnetzmaske, Gateway und DNS-Einstellungen dem Netzwerkdesign entsprechen
4. Verwenden Sie das **Netzwerkdiagnose** Tool (Ping, ARP-Scan) im VergeOS-Netzwerkkontext, um Layer-2-Konnektivität zu überprüfen

***

## Gast-Speicheranzeige

Administratoren, die von VMware oder Nutanix migrieren, stellen oft fest, dass VergeOS eine höhere Speicherauslastung meldet, als sie erwarten. Das ist beabsichtigt — kein Problem.

### Zugewiesener vs. aktiver Speicher

**Symptom:** VergeOS zeigt, dass eine VM 8 GB RAM verwendet, aber der Task-Manager des Gastbetriebssystems zeigt nur 2 GB in Verwendung.

**Erläuterung:** VergeOS zeigt **zugewiesenen** Speicher — den physischen RAM, der auf dem Host für diese VM reserviert ist. Wenn Sie einer VM 8 GB zuweisen, reserviert der Hypervisor sofort 8 GB physischen Speicher, unabhängig davon, was der Gast tatsächlich verbraucht. Das ist die tatsächliche Ressourcenbindung auf dem Host.

### Kein Memory Ballooning

Im Gegensatz zu Plattformen, die auf Memory Ballooning setzen, um ungenutzten Gastspeicher zurückzugewinnen, **verwendet VergeOS absichtlich kein Ballooning**. Diese Designentscheidung bietet:

* **Vorhersehbare Leistung** — kein Overhead durch Balloon-Treiber und kein überraschender Speicherdruck
* **Vereinfachte Kapazitätsplanung** — zugewiesen = fest zugesagt; kein Rätselraten über Overcommit-Verhältnisse
* **Erhöhte Zuverlässigkeit** — kein Risiko von durch Ballooning verursachten OOM-Zuständen in Gästen
* **Genaue Dimensionierung bei Migrationen** — was Sie zuweisen, benötigen Sie auf dem Zielhost

### Best Practices für die Kapazitätsplanung

| Kennzahl                                 | Wo prüfen                                        | Was es bedeutet                                     |
| ---------------------------------------- | ------------------------------------------------ | --------------------------------------------------- |
| **VM zugewiesener RAM**                  | VM-Dashboard                                     | Physischer RAM, der für diese VM reserviert ist     |
| **Aktiver RAM im Gast**                  | Im Gastbetriebssystem (Task-Manager / `free -h`) | Was der Gast tatsächlich nutzt                      |
| **Verfügbarer RAM des Nodes**            | Knoten-Dashboard → Speicher                      | Wie viel Host-RAM noch nicht zugewiesen ist         |
| **Zielwert für max. RAM % des Clusters** | System → Einstellungen → Erweitert               | Schwellenwert für Entscheidungen zur VM-Platzierung |

{% hint style="success" %}
**VMs richtig dimensionieren**

Da VergeOS den vollen Betrag zuweist, ist das richtige Dimensionieren des VM-Speichers wichtiger als auf Plattformen mit Ballooning. Beginnen Sie mit konservativen Zuweisungen und erhöhen Sie sie nur, wenn die Überwachung im Gast anhaltend hohe Auslastung zeigt.
{% endhint %}

***

## SEL-Rauschen (falsch-positive IPMI-Protokolle)

Manche Serverhardware erzeugt wiederholte, harmlose IPMI-Protokolleinträge, die das System Event Log (SEL) füllen und unnötige Alarme auslösen. Der häufigste Verursacher ist die **"Get SEL Info command failed"** Meldung.

### Das SEL verstehen

Das System Event Log wird in der Hardware (auf dem BMC/IPMI-Controller) mit begrenzter Kapazität gespeichert. Wenn es voll ist, **können neue Ereignisse nicht mehr aufgezeichnet werden** bis das Protokoll geleert wird. Das Knoten-Dashboard zeigt die SEL-Kapazität als Prozentbalken an.

### SEL-Rauschen per API filtern

Um falsch-positive Meldungen zu unterdrücken, ohne echte Hardwarealarme zu verlieren:

1. Navigieren Sie zu **System → API-Dokumentation**
2. Suchen Sie die **Einstellungen** Tabelle und klappen Sie sie auf
3. Klicken Sie auf die **POST** Option und geben Sie diesen Body ein:

```json
{
  "key": "syslog_regex_list",
  "value": "2E2A4765742053454C20496E666F20636F6D6D616E64206661696C65642E",
  "default_value": "",
  "description": "Hex-kodierte Zeilen von regulären Ausdrücken, die aus dem Syslog herausgefiltert werden sollen"
}
```

4. Klicken Sie auf **Ausführen**

Der Wert ist ein hex-kodierter regulärer Ausdruck: `.*Get SEL Info command failed.` — Sie können zusätzliche Muster mit einem Hex-Kodierungstool kodieren und mehrere Muster mit `|`.

**Beispiel — zwei Muster filtern:**

Der reguläre Ausdruck `(Get SEL Info command failed|Unable to send command: Device or resource busy)` wird kodiert zu:

```
284765742053454C20496E666F20636F6D6D616E64206661696C65647C556E61626C6520746F2073656E6420636F6D6D616E643A20446576696365206F72207265736F75726365206275737929
```

### Neustarten des IPMI-Dienstes

Nach Anwendung des Filters starten Sie die Protokollaufzeichnung auf jedem betroffenen Node neu:

**Option A — Über die UI:**

1. Navigieren Sie zu **Infrastruktur → Nodes → \[Node]**
2. Bearbeiten Sie den Node, **deaktivieren Sie** "Systemprotokolle erfassen", absenden
3. Warten Sie 15 Sekunden
4. Bearbeiten Sie den Node erneut, **erneut aktivieren** "Systemprotokolle erfassen"

**Option B — Per SSH:**

```bash
sudo systemctl restart openipmi
```

### Ein volles SEL leeren

Wenn das SEL bereits voll ist:

1. Navigieren Sie zu **Infrastruktur → Nodes → \[Node]**
2. Klicken Sie auf **SEL löschen** im linken Menü
3. Bestätigen Sie mit **Ja**

***

## Probleme mit NAS-Freigaben

### Windows: Keine Verbindung zu CIFS-Freigaben möglich

**Symptom:** Windows 10/11-Clients können nicht auf CIFS-Freigaben zugreifen und erhalten trotz korrekter Anmeldedaten die Fehler „Zugriff verweigert“ oder „Verbindung nicht möglich“.

**Ursache:** Moderne Windows-Versionen deaktivieren standardmäßig unsichere Gastanmeldungen für SMB-Verbindungen.

**Behebung — Unsichere Gastanmeldungen aktivieren:**

1. Drücken Sie `Win + R`, geben Sie `gpedit.msc`, drücken Sie Enter
2. Navigieren Sie zu: **Computerkonfiguration → Administrative Vorlagen → Netzwerk → Lanman-Arbeitsstation**
3. Suchen Sie **Unsichere Gastanmeldungen aktivieren** → Rechtsklick → **Bearbeiten**
4. Wählen Sie **Aktiviert** → Klicken Sie auf **OK**
5. **Neustarten** das Windows-Gerät

{% hint style="warning" %}
**Windows Home Edition**

`gpedit.msc` ist unter Windows Home nicht verfügbar. Verwenden Sie stattdessen den Registrierungs-Editor: Navigieren Sie zu `HKEY_LOCAL_MACHINE\\SYSTEM\\CurrentControlSet\\Services\\LanmanWorkstation\\Parameters` und setzen Sie `AllowInsecureGuestAuth` (DWORD) auf `1`.
{% endhint %}

### macOS: Verbindungsfehler oder schlechte Leistung

**Symptom:** Der macOS-Finder kann keine Verbindung zu CIFS-Freigaben herstellen, Verbindungen brechen sporadisch ab oder die Leistung ist unbrauchbar.

**Behebung — SMB3 erzwingen über `nsmb.conf`:**

1. Öffnen Sie das Terminal und erstellen oder bearbeiten Sie die SMB-Konfiguration:

```bash
sudo nano /etc/nsmb.conf
```

2. Fügen Sie Folgendes hinzu:

```ini
[default]
smb_neg=smb3_only
signing_required=no
```

3. **Löschen Sie den macOS-SMB-Cache:**

```bash
sudo rm -rf /var/db/samba/*
sudo rm -rf /var/db/smb/*
```

4. **Starten Sie Ihren Mac neu** um die Änderungen zu übernehmen

**Erweiterte Konfigurationsoptionen für macOS-Clients:** Für eine bessere macOS-Kompatibilität fügen Sie die auf macOS ausgerichteten Direktiven hinzu (einschließlich `vfs objects = fruit streams_xattr` und der zugehörigen `fruit:*` Optionen) unter **Erweiterte Konfigurationsoptionen** in den NAS-CIFS-Einstellungen (**NAS → CIFS**). Dadurch werden native Apple-SMB-Erweiterungen aktiviert.

### Fehler „Zugriff verweigert“

**Symptom:** Benutzer erhalten „Access Denied“, wenn sie beim Durchsuchen oder Öffnen von Dateien auf einer Freigabe darauf zugreifen, obwohl sie den Freigabenamen sehen können.

**Checkliste zur Behebung:**

1. **Liste der gültigen Benutzer:** Navigieren Sie zu **NAS → Shares → \[Share]** und bestätigen Sie, dass der Benutzer oder die Gruppe in der Liste der gültigen Benutzer enthalten ist
2. **Browsable-Einstellung:** Stellen Sie sicher, dass die Freigabe auf **browseable** gesetzt ist, wenn Benutzer sie finden sollen
3. **Force User / Force Group:** Wenn konfiguriert, prüfen Sie, ob der erzwungene Benutzer/die erzwungene Gruppe über Lese-/Schreibberechtigungen auf dem zugrunde liegenden Volume verfügt
4. **NAS-Dienst neu starten:** Nach Berechtigungsänderungen den NAS-Dienst neu starten, um sie anzuwenden

### Langsame CIFS-Leistung

**Symptom:** Dateiübertragungen über CIFS sind deutlich langsamer als erwartet.

**Behebung:**

1. **SMB-Protokollversion:** Unter **NAS → Volumes → \[Volume] → Erweiterte Konfiguration**, prüfen Sie die minimale SMB-Protokollversion. Wenn sie zu niedrig eingestellt ist (SMB1), erzwingt dies eine Legacy-Aushandlung
2. **Netzwerkpfad:** Verwenden Sie die Netzwerkdiagnose (Ping, Traceroute), um die Latenz zwischen dem Client-Subnetz und dem NAS-Netzwerk zu prüfen
3. **Verbindungsbelastung:** Verwenden Sie NAS-Diagnose → **Samba-Status** um aktive Verbindungen zu prüfen und überlastete Freigaben zu identifizieren
4. **NAS-Ressourcen:** Prüfen Sie die CPU- und Speicherzuweisung für den NAS-Dienst — unterdimensionierte NAS-VMs begrenzen den Durchsatz

***

## Installationsfehlerbehebung

### Startprobleme

**Symptom:** Der Node bootet nicht vom VergeOS-USB-Installationsmedium.

**Behebung:**

* Prüfen Sie, ob die BIOS-/UEFI-Boot-Einstellungen zum Typ des Installationsmediums passen (UEFI empfohlen)
* Testen Sie das USB-Medium auf einem nachweislich funktionierenden System, um einen fehlerhaften Datenträger auszuschließen
* Bestätigen Sie die Hardwarekompatibilität — prüfen Sie, ob die CPU 64-Bit mit Hardwarevirtualisierung (VT-x/AMD-V) unterstützt
* Deaktivieren Sie Secure Boot im BIOS, wenn das Installationsprogramm nicht geladen wird

### Abweichungen in der Netzwerkkonfiguration

**Symptom:** Die Installation ist abgeschlossen, aber der Node kann nicht mit anderen Nodes oder dem Netzwerk kommunizieren.

**Behebung:**

* Während der Installation, **sofort anhalten** wenn eine erkannte IP oder Schnittstelle nicht zu Ihrem Netzwerkdesign passt
* Prüfen Sie, ob die VLAN-Konfigurationen zu den Einstellungen des Switch-Ports passen
* Prüfen Sie die physischen Kabelverbindungen — das Installationsprogramm erkennt Schnittstellen automatisch; falsch verkabelte Anschlüsse führen zu falschen Schnittstellenzuweisungen
* Stellen Sie sicher, dass die IP-Adressierung nicht mit vorhandenen Geräten im Netzwerk kollidiert

### JBOD-Modus des Storage-Controllers

**Symptom:** Das VergeOS-Installationsprogramm erkennt nicht alle erwarteten Laufwerke.

**Behebung:**

* VergeOS erfordert, dass Laufwerke als einzelne Datenträger (JBOD-/Passthrough-Modus) präsentiert werden, **nicht** als RAID-Arrays
* Rufen Sie das BIOS des Storage-Controllers auf (z. B. PERC, MegaRAID) und konfigurieren Sie jedes Laufwerk als JBOD-Volume oder einzelnes RAID-0
* Einige Controller erfordern Firmware-Updates, um den JBOD-Modus zu unterstützen — siehe die Dokumentation des Hardwareherstellers

### Fehler beim Beitritt eines sekundären Nodes

**Symptom:** Der sekundäre Controller oder Compute-Node kann dem bestehenden Cluster nicht beitreten.

**Behebung:**

1. Bestätigen Sie, dass Sie ausgewählt haben **"Nein"** wenn gefragt wird, ob dies eine Neuinstallation ist (für sekundäre Nodes)
2. Bestätigen Sie, dass Sie die **Administrator-Anmeldedaten des primären Controllers** korrekt eingegeben haben
3. Stellen Sie sicher, dass beide Nodes im selben Netzwerk sind und sich gegenseitig erreichen können (prüfen Sie die VLAN-Zuordnungen der Switch-Ports)
4. Gleichen Sie die Verschlüsselungseinstellungen des primären Controllers exakt ab
5. Gleichen Sie die Laufwerks-Tier-Zuordnungen des primären Controllers ab
6. Wenn der sekundäre Node bootet, aber in der primären UI nicht sichtbar ist, prüfen Sie die Core-Fabric-Netzwerkkonfiguration und die Switch-Konnektivität zwischen den Nodes

***

## Speicherprobleme

### vSAN degradierter Zustand

**Symptom:** Das Dashboard zeigt ein vSAN-Tier im Status „degraded“ oder „not redundant“.

**Erläuterung:** Ein degradierter Zustand bedeutet, dass ein oder mehrere Laufwerke in einem Tier ausgefallen oder nicht verfügbar sind, das vSAN jedoch weiterhin betriebsbereit ist. Die Daten bleiben zugänglich, da VergeOS die Redundanz über die Nodes hinweg aufrechterhält.

**Behebung:**

1. Navigieren Sie zu **System → vSAN → Laufwerke** um das/die ausgefallene(n) Laufwerk(e) zu identifizieren
2. Prüfen Sie die SMART-Daten des Laufwerks über **Knotendiagnose → S.M.A.R.T.-Diagnosetest**
3. Wenn ein physischer Austausch erforderlich ist, verwenden Sie **Knotendiagnose → LED-Steuerung** um den Laufwerksschacht zur Identifikation zu beleuchten
4. Wenden Sie sich an den Verge-Support für Anweisungen zum Laufwerksaustausch — das vSAN baut die Redundanz automatisch wieder auf, sobald ein Ersatzlaufwerk hinzugefügt wird

### Wiederherstellungszeiten von Laufwerken

**Erwartungshaltung verstehen:** Die Wiederherstellungszeiten hängen von der Datenmenge auf dem Tier und der I/O-Kapazität der verbleibenden Laufwerke ab. Während einer Wiederherstellung:

* bleibt das System voll funktionsfähig
* Die Schreibleistung kann leicht reduziert sein
* Überwachen Sie den Fortschritt über die Tier-Fortschrittsanzeige im vSAN-Dashboard (100 % = abgeschlossen)

{% hint style="success" %}
**Auswirkungen der Wiederherstellung minimieren**

Vermeiden Sie es, während einer Wiederherstellung umfangreiche Workload-Migrationen oder große Datenimporte zu planen. Das vSAN priorisiert Wiederherstellungsoperationen, aber zusätzliche I/O verlängert das Wiederherstellungsfenster.
{% endhint %}

### Warnungen zu Kapazitätsschwellen

**Symptom:** Dashboard-Warnungen informieren darüber, dass die Speicherkapazität sich den Grenzen nähert.

**Behebung:**

1. Prüfen Sie die Tier-Auslastung in **System → vSAN** — jedes Tier zeigt belegte gegenüber der Gesamtkapazität an
2. Prüfen Sie die SMART-Daten der Laufwerke über **Infrastruktur → Nodes → \[Node] → Diagnose → S.M.A.R.T.-Diagnosetest** um Verschleißgrade und Laufwerkszustandsindikatoren zu prüfen
3. Für sofortige Entlastung identifizieren und entfernen Sie unnötige Snapshots oder ungenutzte VM-Laufwerke
4. Für eine dauerhafte Lösung fügen Sie Laufwerke oder Nodes hinzu, um das Tier zu erweitern — siehe die vSAN-Scale-up-Verfahren

Die folgenden Schwellenwerte sind **Richtwerte für Schulungen** für die Planung, nicht dokumentierte Schwellenwerte. Die dokumentierten Werte sind die **80%-Standard für hohe Auslastung bei Subscription** (verwendet von den vorkonfigurierten vSAN-/Storage-Tier-Hochauslastungswarnungen) sowie der **90% `sync_max_usage`** Schwellenwert, ab dem vSAN Schreibvorgänge drosselt und das Tier als `outofspace`.

| Auslastungsgrad | Erforderliche Maßnahme                                                 |
| --------------- | ---------------------------------------------------------------------- |
| **< 70%**       | Normalbetrieb — keine Maßnahme erforderlich                            |
| **70–85 %**     | Kapazitätserweiterung planen; Snapshot-Aufbewahrungsrichtlinien prüfen |
| **85–90 %**     | Nutzung aktiv reduzieren oder Kapazität hinzufügen                     |
| **> 90%**       | Kritisch — Erweiterung priorisieren; Gefahr von Schreibfehlern         |

***

## Entscheidungsbaum zur Fehlerbehebung

Wenn ein Problem auftritt, das nicht in die obigen Kategorien passt, folgen Sie diesem allgemeinen Ablauf:

### 1. Problem eingrenzen

Betrifft das Problem eine VM, ein Netzwerk, einen Node oder das gesamte System? Die Eingrenzung bestimmt, mit welchem Diagnosetool begonnen wird.

### 2. Komponenten-Diagnose verwenden

Beginnen Sie mit dem komponentenspezifischen Diagnosetool (Netzwerk-, Node-, NAS- oder vSAN-Diagnose) — sie laufen automatisch im richtigen Kontext.

### 3. Systemprotokolle prüfen

Prüfen Sie Dashboard-Protokolle und Systemwarnungen auf zusammenhängende Ereignisse. Achten Sie auf Muster — wurden mehrere Warnungen gleichzeitig ausgelöst?

### 4. Mit Daten eskalieren

Wenn das Problem nicht behoben ist, erstellen Sie ein **Systemdiagnosen** Bundle (System → Systemdiagnosen) und senden Sie es mit Ihrer Supportanfrage ein.


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