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# NAS-Dienst & Freigaben

## Was ist das VergeOS NAS?

The VergeOS **NAS (netzwerkgebundener Speicher)** Dienst bietet dateiebene Speicherung und Zugriff innerhalb einer VergeOS-Umgebung. Anders als herkömmliche NAS-Appliances, die dedizierte Hardware erfordern, läuft das VergeOS NAS als ein **VM-basierter Dienst** — eine speziell dafür vorgesehene virtuelle Maschine, bereitgestellt aus einem Standard-Rezept. Diese Architektur bedeutet, dass Dateidienste alle Vorteile der VergeOS-Plattform erben: vSAN-Deduplizierung, Snapshots, Hochverfügbarkeit und Mandantenfähigkeit.

Jedes VergeOS-System oder jeder Mandant kann seine eigene NAS-Dienstinstanz ausführen und damit isolierten Dateispeicher mit unabhängiger Konfiguration, Sicherheitsrichtlinien und Freigabedefinitionen bereitstellen.

### Wichtige Funktionen

### Lokale Volumes

Dateien direkt auf vSAN speichern und dabei von Inline-Deduplizierung und tierbasierter Speicherplatzierung profitieren

### Remote-Volumes

Externe NFS- oder CIFS-Dateisysteme einhängen und sie innerhalb von VergeOS als lokale Ressourcen bereitstellen

### CIFS/SMB- und NFS-Freigaben

Volumes für Clients über branchenübliche Dateifreigabeprotokolle mit granularen Zugriffskontrollen bereitstellen

### VM-Export-Volumes

VM-Snapshots in portablen Formaten für Backup- oder Compliance-Workflows von Drittanbietern exportieren

## NAS-Architektur

Der NAS-Dienst ist keine Funktion auf Kernel-Ebene — er läuft als eine **dedizierte virtuelle Maschine** bereitgestellt aus dem integrierten NAS-VM-Rezept. Diese VM hostet die Samba- (CIFS/SMB) und NFS-Daemons, verwaltet Volume-Einhängungen und übernimmt die Authentifizierung.

```mermaid
graph TB
    subgraph "VergeOS-NAS-Architektur"
        subgraph "NAS-Dienst-VM"
            SAMBA["Samba-Daemon<br/>(CIFS/SMB)"]
            NFSD["NFS-Daemon"]
            AD["Winbind<br/>(AD-Integration)"]
        end

        subgraph "Volumentypen"
            LV["Lokale Volumes<br/>(EXT4 auf vSAN)"]
            RV["Remote-Volumes<br/>(externes NFS/CIFS)"]
            EV["VM-Export-Volumes<br/>(.ybvm / .ovf)"]
        end

        subgraph "vSAN-Speicher"
            T1["Tier 1–5<br/>Workload-Daten"]
            DEDUP["Inline-Deduplizierung"]
        end

        SAMBA --> LV
        SAMBA --> RV
        SAMBA --> EV
        NFSD --> LV
        NFSD --> RV
        NFSD --> EV
        AD --> SAMBA
        LV --> T1
        T1 --> DEDUP
    end

    CLIENT_W["Windows-Clients"] -->|"SMB/CIFS"| SAMBA
    CLIENT_L["Linux-Clients"] -->|"NFS"| NFSD
```

**Wichtige architektonische Punkte:**

* **Jedes System bzw. jeder Mandant kann eine oder mehrere NAS-Dienstinstanzen ausführen** — jede Instanz ist eine unabhängige VM mit eigener IP-Adresse und Netzwerkplatzierung
* **Ressourcenzuweisung** — standardmäßig 4 Kerne / 4 GB RAM, anpassbar für höhere Lasten (Antivirus-Scans, häufige Synchronisierungen)
* **Netzwerkplatzierung** — die NAS-VM verbindet sich mit einem internen oder externen Netzwerk, sodass Freigaben für Clients in diesem Netzwerk erreichbar sind
* **Volumes sind unabhängig** — jedes Volume hat eigene Einstellungen für Verschlüsselung, Maximalgröße, Snapshot-Profil, bevorzugte Speicherstufe und Freigabekonfiguration

## Einrichtungspfad

Die Einrichtung eines NAS folgt einer klaren Abfolge:

1. **NAS-Dienst hinzufügen** — das NAS-VM-Rezept von **NAS → NAS-Dienste → Neu**
2. **(Optional) Mit Active Directory integrieren** — das NAS einer Windows-AD-Domäne beitreten lassen für zentralisierte Authentifizierung
3. **Volumes erstellen** — lokale Volumes für vSAN-gestützten Speicher, Remote-Volumes für externe Einbindungen oder VM-Export-Volumes
4. **Freigaben erstellen** — Volumes über CIFS und/oder NFS mit freigabenbezogenen Zugriffskontrollen bereitstellen
5. **(Optional) Volume-Snapshots konfigurieren** — Snapshot-Profile für automatischen Schutz zu einem bestimmten Zeitpunkt einrichten

### Erstellen eines NAS-Diensts

Beim Erstellen eines NAS-Diensts konfigurieren Sie:

| Einstellung        | Beschreibung                                                                                      |
| ------------------ | ------------------------------------------------------------------------------------------------- |
| **Namen**          | Muss unter allen VMs in dieser VergeOS-Cloud eindeutig sein                                       |
| **Kerne / RAM**    | Standardmäßig 4 Kerne / 4 GB — erhöhen für starke Antivirus- oder Sync-Workloads                  |
| **Netzwerk**       | Internes oder externes Netzwerk, über das das NAS erreichbar sein wird                            |
| **IP-Adress-Typ**  | DHCP (mit statischer Reservierung empfohlen) oder statisch                                        |
| **Hostnamen**      | Computername (erscheint in AD, wenn der Domäne beigetreten); am besten mit dem VM-Namen identisch |
| **Domäne**         | Erforderlich für CIFS/Samba — standardmäßig „workgroup“, wenn leer gelassen                       |
| **Zeitzone / NTP** | Standardmäßig Systemeinstellungen; kritisch für die AD-Kerberos-Authentifizierung                 |

Nach dem Absenden den NAS-Dienst einschalten und überprüfen, ob er den **Online** Status im NAS-Dienst-Dashboard erreicht.

## Lokale Volumes

Lokale Volumes sind EXT4-Dateisysteme, die innerhalb des VergeOS vSAN gespeichert werden. Sie verbrauchen vSAN-Speicher und profitieren von Inline-Deduplizierung, Verschlüsselung (falls auf vSAN-Ebene aktiviert) und tierbasierter Platzierung.

### Lokales Volume erstellen

Navigieren Sie zu **NAS → Volumes → Neu** und konfigurieren Sie:

* **NAS-Dienst** — auswählen, welche NAS-Instanz dieses Volume hostet
* **Namen** — keine Leerzeichen zulässig
* **Dateisystemtyp** — auswählen **Lokales Volume (EXT4)**
* **Volume verschlüsseln** — optionale AES-XTS-Verschlüsselung (bei der Erstellung festgelegt; kann später nicht geändert werden). Erfordert einen Verschlüsselungsschlüssel, der jedes Mal angegeben werden muss, wenn das Volume online geht
* **Maximale Größe** — feste Kapazitätsgrenze; das Volume wird beim Erreichen schreibgeschützt
* **Verwerfen** — standardmäßig aktiviert; gibt gelöschten Speicherplatz an vSAN zurück
* **Schreibgeschützt** — verhindert Schreibzugriffe auf das Volume
* **Snapshots automatisch einhängen** — macht Snapshots für Self-Service-Dateiwiederherstellungen durchsuchbar
* **Eigentümer / Gruppe** — Besitzrechte des Volume-Verzeichnisses
* **Snapshot-Profil** — automatisierter Snapshot-Zeitplan
* **Bevorzugte Ebene** — auf welche vSAN-Ebene die Daten dieses Volumes ausgerichtet werden

Nach der Erstellung erscheint das Volume im NAS-Dienst-Dashboard. Dateien können über die **Durchsuchen** Option angezeigt werden, und das Volume muss über Freigaben für den Client-Zugriff bereitgestellt werden.

## CIFS/SMB-Freigaben

CIFS- (Common Internet File System) Freigaben bieten Dateizugriff für Windows-, macOS- und Linux-Clients über das SMB-Protokoll. Auf einem einzigen Volume können mehrere Freigaben mit unterschiedlichen Sicherheitseinstellungen erstellt werden.

### CIFS-Freigabe erstellen

Navigieren Sie zu **NAS → Volumes**, ein Volume auswählen, dann **CIFS-Freigaben → Neu**:

| Einstellung                               | Beschreibung                                                              |
| ----------------------------------------- | ------------------------------------------------------------------------- |
| **Namen**                                 | Für Clients sichtbarer Freigabename                                       |
| **Freigabepfad**                          | Unterverzeichnis innerhalb des Volumes (leer = gesamtes Volume)           |
| **Valid Users**                           | Zugriff auf bestimmte Benutzer beschränken (einer pro Zeile)              |
| **Zulässige Gruppen**                     | Zugriff auf bestimmte Gruppen beschränken (eine pro Zeile)                |
| **Zulässige Hosts**                       | IP, Hostname, Domäne, Netgroup oder Subnetz (eine pro Zeile)              |
| **Abgelehnte Hosts**                      | Bestimmte Hosts ausdrücklich blockieren                                   |
| **Schreibgeschützt**                      | Schreiboperationen verweigern                                             |
| **Browseable**                            | In Netzfreigabelisten anzeigen (standardmäßig deaktiviert)                |
| **Admin-Benutzer**                        | Benutzer mit vollem administrativen Zugriff auf die Freigabe              |
| **Benutzer erzwingen / Gruppe erzwingen** | Identität des verbindenden Benutzers für alle Dateivorgänge überschreiben |
| **Erweiterte Konfigurationsoptionen**     | Rohe Samba-Parameter für Sonderfälle                                      |

{% hint style="success" %}
**Bewährte Vorgehensweise**

Beim Bereitstellen von CIFS-Freigaben in einer AD-Umgebung verwenden Sie **Zulässige Gruppen** AD-Sicherheitsgruppen, um den Zugriff zu steuern, statt einzelner Benutzerlisten. Dies vereinfacht die Verwaltung, da Änderungen der Gruppenmitgliedschaft in AD automatisch auf den Freigabenzugriff übertragen werden.
{% endhint %}

## NFS-Freigaben

NFS- (Network File System) Freigaben bieten Dateizugriff vor allem für Linux- und Unix-Clients. NFS-Freigaben werden pro Volume konfiguriert und bieten feingranulare Kontrolle über Hostzugriff und Identitätszuordnung.

### NFS-Freigabe erstellen

Navigieren Sie zu **NAS → Volumes**, ein Volume auswählen, dann **NFS-Freigaben → Neu**:

| Einstellung                          | Beschreibung                                                                                                                       |
| ------------------------------------ | ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- |
| **Namen**                            | Freigabe-Kennung                                                                                                                   |
| **Freigabepfad**                     | Unterverzeichnis innerhalb des Volumes (leer = gesamtes Volume)                                                                    |
| **Allen erlauben**                   | Zugriff für alle Hosts gewähren                                                                                                    |
| **Zulässige Hosts**                  | IP, FQDN oder Platzhalter (z. B. , `*.companyabc.com`)                                                                             |
| **Datenzugriff**                     | Nur lesen oder Lesen und Schreiben                                                                                                 |
| **Benutzer-/Gruppen-Squashing**      | **Kein Squashing** (Standard), **Root squashen** (Root auf anonym abbilden), **Alle squashen** (alle Benutzer auf anonym abbilden) |
| **Anonyme Benutzer-ID / Gruppen-ID** | UID/GID, die anonymen Verbindungen zugewiesen werden                                                                               |
| **Asynchron**                        | Verbessert die Leistung, birgt jedoch bei einem unsauberen Server-Neustart das Risiko von Datenverlust                             |
| **Keine ACLs**                       | Zugriffskontrolllisten deaktivieren                                                                                                |

{% hint style="warning" %}
**Async-Modus**

Das **Asynchron** Option verbessert die NFS-Schreibleistung erheblich, indem der Server antworten kann, bevor die Daten auf die Festplatte geschrieben wurden. Ein unsauberer Neustart (Stromausfall, Absturz) kann jedoch zu Datenkorruption führen. Aktivieren Sie dies nur für Workloads, bei denen Leistung wichtiger ist als das Risiko — niemals für Datenbanken oder Transaktionsprotokolle.
{% endhint %}

## Remote-Volumes

Remote-Volumes hängen **externe** NFS- oder CIFS-Dateisysteme in das VergeOS NAS ein und machen sie so zugänglich, als wären sie lokal. Das ist nützlich für:

* **Datenmigration** — Daten aus Altspeichern nach VergeOS synchronisieren
* **Backup-Aufnahme** — einmalige oder wiederkehrende Importe aus externen Systemen
* **Hybrider Zugriff** — externe Speicher neben lokalen Volumes für VergeOS-VMs bereitstellen

### Remote-CIFS-Volume

* **Dateisystemtyp** — Remote CIFS
* **Remote-Einhängeziel** — UNC-Pfad (z. B. , `//10.10.2.2/fshare` oder `//file-01/corp`)
* **Benutzername / Passwort** — Anmeldedaten für die Remote-Freigabe
* **SMB-Protokollversion** — automatische Erkennung (Standard) oder explizite Versionsauswahl
* **Einhängeoptionen** — erweiterte CIFS-Parameter
* **Schreibgeschützt** — als schreibgeschützt einhängen

### Remote-NFS-Volume

* **Dateisystemtyp** — Remote NFS
* **Remote-Einhängeziel** — NFS-Pfad (z. B. , `server01:/export/svrdata`)
* **NFS-Protokollversion** — automatische Erkennung (Standard) oder explizite Version
* **Einhängeoptionen** — erweiterte NFS-Parameter
* **Schreibgeschützt** — als schreibgeschützt einhängen

Überprüfen Sie nach der Erstellung, ob der Volume-Status **Online** im Volume-Dashboard angezeigt wird. Wenn das Einhängen fehlschlägt, prüfen Sie den **Protokolle** Abschnitt unten im Dashboard für Fehlerdetails.

{% hint style="success" %}
**Volume-Synchronisierungen**

Remote-Volumes können mit **Volume-Synchronisierungen** kombiniert werden, um Daten aus einer externen Quelle automatisch nach einem Zeitplan in ein lokales Volume zu kopieren. Dies ist besonders nützlich, um Dateiserver-Daten schrittweise nach VergeOS zu migrieren.
{% endhint %}

## VM-Export-Volumes

Das **Verge.io-VM-Export** Volumentyp bietet eine kontrollierte Möglichkeit, VM-Snapshots für Backup, Compliance oder Portabilität von Drittanbietern zu exportieren.

### Wie VM-Exporte funktionieren

1. **Export auf jeder VM aktivieren** — VM-Einstellungen bearbeiten und **Export erlauben**
2. **Ein VM-Export-Volume erstellen** — auswählen **Verge.io-VM-Export** als Dateisystemtyp
3. **Export ausführen** — manuell auslösen oder mit Aufgaben und Zeitplan-Auslösern automatisieren
4. **Auf die Exporte zugreifen** — das Export-Volume über CIFS oder NFS freigeben oder es über ein Remote-Volume auf externen Speicher synchronisieren

Jeder Export erzeugt datums- und zeitgestempelte Ordner mit VM-Snapshots. Zu den Exportformaten gehören:

* **`.ybvm`** — VergeOS-natives, JSON-basiertes Format
* **`.ovf`** — Open Virtualization Format für breite Kompatibilität

### Konsistente Exporte

Für anwendungs-konsistente Exporte müssen VMs den **VergeOS Guest Agent** installiert haben. Der Guest Agent arbeitet mit dem Betriebssystem zusammen (VSS unter Windows), um Puffer zu leeren und das Dateisystem vor dem Erstellen des Snapshots einzufrieren.

### Automatisierung

VM-Exporte werden häufig automatisiert mit:

* **Aufgaben** — die Exportaktion definieren
* **Zeitplan-Trigger** — den wiederkehrenden Zeitplan festlegen (täglich, wöchentlich usw.)
* **Volume-Synchronisierungen** — Exportdaten auf ein externes NAS-Appliance über ein eingehängtes Remote-Volume replizieren

{% hint style="success" %}
**Compliance-Workflows**

VM-Export-Volumes sind besonders nützlich für Organisationen, die Sicherungskopien auf Speicher aufbewahren müssen, den sie außerhalb von VergeOS besitzen — sei es für regulatorische Compliance, Audit-Anforderungen oder die Integration in vorhandene Enterprise-Backup-Software wie Veeam oder Commvault.
{% endhint %}

## Active-Directory-Integration

Für Umgebungen mit Windows Active Directory kann sich der NAS-Dienst mit **Winbind**an eine AD-Domäne anbinden. Dadurch können sich AD-Benutzer und -Gruppen gegenüber CIFS-Freigaben authentifizieren, ohne separate Anmeldedaten auf dem NAS zu verwalten.

### Einer Domäne beitreten

1. Zum NAS-Dienst-Dashboard navigieren
2. Wählen Sie **CIFS-Einstellungen bearbeiten**
3. Konfigurieren Sie Folgendes:

| Einstellung                    | Beschreibung                                                      |
| ------------------------------ | ----------------------------------------------------------------- |
| **Gastbenutzer-Zuordnung**     | Umgang mit ungültigen Anmeldedaten (ablehnen, als Gast behandeln) |
| **Arbeitsgruppe**              | Kurzform des Domänennamens (z. B. , `COMPANYNAME`)                |
| **Domänenname**                | Langform des Domänennamens (z. B. , `companyname.local`)          |
| **Servertyp**                  | Setzen auf **Mitglied**                                           |
| **AD-Benutzername / Passwort** | Domänenadministrator mit Rechten zur Objekterstellung             |

4. Warten Sie, bis der Beitritt abgeschlossen ist — der **AD-Status** zeigt **Beigetreten** im NAS-Dienst-Dashboard

### AD-Integration überprüfen

Überprüfen Sie nach dem Beitritt mit dem **Winbind** Diagnosetool (NAS-Dashboard → **Diagnose** → **Winbind**):

* `wbinfo -t` — Vertrauensstellung mit der Domäne testen
* `wbinfo -u` — Domänenbenutzer auflisten
* `wbinfo -g` — Domänengruppen auflisten

### Fehlerbehebung bei fehlgeschlagenen AD-Beitritten

Häufige Ursachen für Beitrittsfehler:

* **Netzwerkkonnektivität** — die NAS-VM muss den Domänencontroller erreichen können (mit der Ping-Diagnose überprüfen)
* **DNS-Auflösung** — das NAS muss den Domänennamen auflösen können (mit der DNS-Lookup-Diagnose überprüfen)
* **Zeitsynchronisation** — Kerberos erfordert Uhren mit einer Abweichung von höchstens 5 Minuten (mit der Datum/Zeit-Diagnose überprüfen)
* **Falsche Arbeitsgruppe/Domäne** — verwenden Sie `whoami` auf einem Domänenmitglied, um die Kurzform zu bestätigen, und `systeminfo` für die vollständige Domäne
* **Berechtigungen** — das AD-Konto muss Rechte zum Erstellen von Computerobjekten in der Ziel-OU haben
* **Vorhandensein der OU** — falls angegeben, muss die Organisationseinheit in AD bereits vorhanden sein

{% hint style="info" %}
**VMware Bridge**

Kommt von VMware? In VergeOS ist Dateispeicher kein separates Appliance- oder Zusatzdienst-Angebot — das NAS ist ein integriertes VM-Rezept auf demselben vSAN wie Ihre VMs und übernimmt Deduplizierung, Snapshots und Hochverfügbarkeit von der Plattform.
{% endhint %}

{% hint style="info" %}
**Nutanix Bridge**

Kommt von Nutanix? In VergeOS ist das NAS ein einzelnes VM-Rezept pro System oder Mandant — die Hochverfügbarkeit stammt vom zugrunde liegenden Cluster, und das Volume liegt auf einer vom Betreiber ausgewählten bevorzugten vSAN-Ebene (keine auf Richtlinien/Zugriffsmustern basierende Ebenenverschiebung; das Ändern der bevorzugten Ebene löst eine Live-Hintergrundmigration aus).
{% endhint %}

## Einstiegspfad

Für eine neue VergeOS-Bereitstellung mit Dateispeicher:

1. **Den NAS-Dienst bereitstellen** aus dem NAS-VM-Rezept — Netzwerk, IP und Hostname konfigurieren
2. **Active Directory beitreten** wenn Ihre Umgebung Windows AD für die Identitätsverwaltung verwendet
3. **Lokale Volumes erstellen** für vSAN-gestützten Dateispeicher — maximale Größe, bevorzugte Ebene und Snapshot-Profil festlegen
4. **CIFS- und/oder NFS-Freigaben erstellen** auf jedem Volume mit den passenden Zugriffskontrollen
5. **Client-Konnektivität testen** — Freigaben von Windows aus einbinden (`net use`) und Linux (`mount -t nfs` / `mount -t cifs`)
6. **(Optional) Remote-Volumes einrichten** zur Integration mit externen Speichersystemen
7. **(Optional) VM-Export-Volumes konfigurieren** für Compliance bei Backups von Drittanbietern

## Zusammenfassung

Der VergeOS-NAS-Dienst verwandelt Dateispeicher von einem separaten Infrastrukturthema in eine integrierte Plattformfunktion. Da er als VM-Rezept auf demselben vSAN läuft, auf dem alle anderen Workloads gehostet werden, profitiert das NAS von Deduplizierung, Snapshots und dem vollständigen VergeOS-Betriebsmodell — und stellt gleichzeitig die CIFS/SMB- und NFS-Schnittstellen bereit, die Clients und Anwendungen erwarten.

| Volumentyp       | Speicherort          | Anwendungsfall                                                   |
| ---------------- | -------------------- | ---------------------------------------------------------------- |
| **Lokal (EXT4)** | VergeOS vSAN         | Allgemeine Dateispeicherung, Home-Verzeichnisse, Anwendungsdaten |
| **Remote CIFS**  | Externe SMB-Freigabe | Datenmigration, Backup-Einspielung, hybrider Zugriff             |
| **Remote-NFS**   | Externer NFS-Export  | Datenmigration, Altsystemintegration                             |
| **VM-Export**    | VergeOS vSAN         | Backup von Drittanbietern, Compliance, VM-Portabilität           |


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