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# Interne Netzwerke & DHCP/DNS

## Was sind interne Netzwerke?

**Interne Netzwerke** sind virtuelle Netzwerke, die innerhalb von VergeOS erstellt werden — über die Benutzeroberfläche oder per API — und isolierte Layer-2-/Layer-3-Segmente für VM-Workloads bereitstellen. Sie sind der grundlegende Baustein für Anwendungsnetzwerke und Workload-Segmentierung.

Jedes interne Netzwerk ist **standardmäßig sicher**: Beim ersten Erstellen fließt kein Datenverkehr hinein oder hinaus, bis Sie explizit Netzwerkregeln hinzufügen, um ihn zu erlauben. Dieser Zero-Trust-Ausgangspunkt bedeutet, dass jedes interne Netzwerk vom ersten Moment an eine in sich geschlossene Sicherheitsgrenze ist.

Interne Netzwerke können als einer von zwei Typen erstellt werden:

| Typ                     | Einstellung für den IP-Adress-Typ | Funktionen                                                                                                                        |
| ----------------------- | --------------------------------- | --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- |
| **Layer 3** (empfohlen) | Statisch                          | Vollständige Netzwerkverwaltung — DHCP, DNS, Routing, Firewall, Drosselung der Datenrate — alles direkt in VergeOS verwaltet      |
| **Layer 2**             | Keine                             | VergeOS verwaltet die Konnektivität bis Layer 2; IP-Dienste (DHCP, DNS, Routing) werden von Geräten von Drittanbietern übernommen |

Layer-3-interne Netzwerke sind für die meisten Workloads die Standardwahl. Der Rest dieser Seite konzentriert sich auf die Layer-3-Netzwerkfunktionen.

## Ein internes Netzwerk erstellen

Um ein neues internes Netzwerk zu erstellen:

1. Navigieren Sie zu **Netzwerke → Dashboard** und klicken Sie auf den **Internen** Schnelllink
2. Klicken Sie auf **Neues internes Netzwerk** im linken Menü
3. Konfigurieren Sie die wesentlichen Einstellungen:

| Einstellung            | Beschreibung                                                                                                                               |
| ---------------------- | ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ |
| **Name**               | Erforderlich. Leerzeichen sind erlaubt, aber kurze Namen ohne Leerzeichen werden für einfachere Skripterstellung und API-Nutzung empfohlen |
| **Beschreibung**       | Optionaler Beschreibungstext                                                                                                               |
| **HA-Gruppe**          | Weist das Netzwerk einer Hochverfügbarkeitsgruppe zu — das System betreibt gruppierte Netzwerke über verschiedene physische Knoten hinweg  |
| **Cluster**            | Wählen Sie den Cluster aus, auf dem das Netzwerk ausgeführt werden soll, oder lassen Sie es bei Standard                                   |
| **Failover-Cluster**   | Definiert einen Backup-Cluster, falls der primäre nicht verfügbar ist                                                                      |
| **Bevorzugter Knoten** | Legt einen bevorzugten Knoten für dieses Netzwerk fest                                                                                     |
| **Portspiegelung**     | Aus (Standard), North/South (nur Router-Datenverkehr) oder East/West (gesamter Datenverkehr einschließlich VM-zu-VM)                       |
| **IP-Adress-Typ**      | **Statisch** für Layer 3 (empfohlen) oder **Keine** für Layer 2                                                                            |
| **Standardgateway**    | Wählen Sie ein externes Netzwerk aus, um automatisch eine Routing-Regel für den Internetzugang zu erstellen                                |
| **Bei Stromausfall**   | Letzter Zustand, Aus lassen oder Einschalten                                                                                               |

### Standardadressierung

Standardmäßig wird einem neuen internen Layer-3-Netzwerk zugewiesen:

* **Netzwerksegment:** `192.168.0.0/24`
* **Router-IP-Adresse:** `192.168.0.1`

Da jedes interne Netzwerk als separates VXLAN-Overlay ausgeführt wird, können mehrere interne Netzwerke denselben Adressbereich teilen, solange sie hinter NAT bleiben (nie direkt miteinander geroutet werden). Wenn Sie jedoch eine Routing-Verbindung zwischen internen Netzwerken planen, muss jedes **muss** einen eindeutigen CIDR-Bereich haben.

Um die Standardadressierung zu ändern, aktivieren Sie das Kontrollkästchen **Erweiterte Optionen** während der Erstellung, um den Netzwerk-CIDR und die Router-IP zu ändern.

```mermaid
graph TB
    subgraph "VergeOS-System"
        EXT["Externes Netzwerk<br/>(LAN / Internet)"]
        DMZ["DMZ-Netzwerk<br/>(L3-Routing-Hub)"]
        INT1["Internes Netzwerk A<br/>192.168.1.0/24<br/>Web-Schicht"]
        INT2["Internes Netzwerk B<br/>192.168.2.0/24<br/>App-Schicht"]
        INT3["Internes Netzwerk C<br/>192.168.3.0/24<br/>Datenbank-Schicht"]
    end

    EXT <-->|"Standard-GW<br/>Routing-Regel"| DMZ
    DMZ <-->|"Routing-Regeln"| INT1
    DMZ <-->|"Routing-Regeln"| INT2
    DMZ <-->|"Routing-Regeln"| INT3

    style EXT fill:#fce4ec,stroke:#c62828
    style DMZ fill:#fff3e0,stroke:#e65100
    style INT1 fill:#e8f5e9,stroke:#2e7d32
    style INT2 fill:#e8f5e9,stroke:#2e7d32
    style INT3 fill:#e8f5e9,stroke:#2e7d32
```

## Integriertes DHCP

Jedes interne Layer-3-Netzwerk enthält standardmäßig einen integrierten DHCP-Server. Der DHCP-Server basiert auf **dnsmasq** der im Netzwerk-Container läuft und eine leichtgewichtige und zuverlässige Adressverwaltung bereitstellt.

### Dynamische vs. sequentielle Zuordnung

VergeOS unterstützt zwei Strategien zur DHCP-Adresszuweisung:

| Modus                    | Funktionsweise                                                                                                                                                                    | Geeignet für                                                                             |
| ------------------------ | --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- | ---------------------------------------------------------------------------------------- |
| **Dynamisch (Standard)** | Die IP wird anhand eines Hashs der MAC-Adresse des Clients gewählt, wodurch sich die Chance erheblich erhöht, dass ein Client nach Ablauf/Erneuerung der Lease dieselbe IP erhält | Die meisten Workloads — bietet pseudo-stabile Adressierung ohne statische Reservierungen |
| **Sequenziell**          | Adressen werden in Reihenfolge ab dem Beginn des DHCP-Bereichs zugewiesen                                                                                                         | Umgebungen, in denen eine vorhersehbare IP-Reihenfolge gewünscht ist                     |

### DHCP-Konfigurationsoptionen

Wenn DHCP aktiviert ist, stehen die folgenden Einstellungen zur Verfügung:

| Einstellung                    | Beschreibung                                                                                                       |
| ------------------------------ | ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ |
| **Domänenname**                | Legt den DNS-Domänennamen für Gast-VMs fest (FQDN)                                                                 |
| **Gateway**                    | Überschreibt das an DHCP-Clients gesendete Standardgateway (standardmäßig die Router-IP des Netzwerks)             |
| **Dynamisches DHCP**           | Dynamische Adresszuweisung aktivieren/deaktivieren (deaktivieren, um nur statische Reservierungen bereitzustellen) |
| **DHCP-Startadresse**          | Beginn des dynamischen Adressbereichs                                                                              |
| **DHCP-Stoppadresse**          | Ende des dynamischen Adressbereichs                                                                                |
| **Sequentielle DHCP-Adressen** | Sequenziellen Modus umschalten (Standard ist hashbasiert dynamisch)                                                |

### Statische DHCP-Reservierungen

Für VMs, die eine garantiert stabile IP-Adresse benötigen, erstellen Sie einen **statischen DHCP-Eintrag** der eine MAC-Adresse an eine bestimmte IP bindet:

**Methode 1 — Eine vorhandene dynamische Lease umwandeln:**

1. Klicken Sie im Netzwerk-Dashboard auf **IP-Adressen**
2. Suchen Sie den dynamischen Eintrag und doppelklicken Sie ihn
3. Ändern Sie das **Typ** in **Statisch**
4. Klicken Sie auf **Übernehmen**

**Methode 2 — Einen neuen statischen Eintrag erstellen:**

1. Klicken Sie im Netzwerk-Dashboard auf **Neu** im linken Menü
2. Setzen Sie **Typ** in **Statisch**
3. Geben Sie die gewünschte **IP-Adresse**, die **MAC-Adresse der VM**, und einen **Hostnamen**
4. Klicken Sie auf **Übernehmen**

{% hint style="success" %}
Statische DHCP-Reservierungen sind der manuellen Konfiguration von IP-Adressen im Gastbetriebssystem vorzuziehen. Sie halten die Adressierung zentral im VergeOS-Netzwerk und stellen sicher, dass die VM über die normale DHCP-Aushandlung immer die richtige IP erhält.
{% endhint %}

### DHCP-Diagnose

Wenn eine VM keine IP-Adresse erhält, verwenden Sie die integrierten Diagnosefunktionen:

1. Navigieren Sie zum Netzwerk-Dashboard → **Diagnose**
2. Wählen Sie **DHCP freigeben/erneuern** aus dem Dropdown „Abfrage“ aus, um einen Lease-Zyklus zu erzwingen
3. Verwenden Sie **ARP-Scan** um aktive Geräte im Netzwerk zu finden
4. Prüfen Sie die **IP-Adressen** Liste im Netzwerk-Dashboard, um den Lease-Status zu überprüfen

## Integriertes DNS

Jedes interne Layer-3-Netzwerk stellt verbundenen VMs DNS-Dienste bereit. VergeOS bietet mehrere DNS-Modi, die bei der Erstellung des Netzwerks ausgewählt werden:

| DNS-Modus              | Beschreibung                                                                                                                                   |
| ---------------------- | ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- |
| **Einfach** (Standard) | Betreibt einen weiterleitenden DNS-Server; wenn keine Forwarding-Server aufgelistet sind, wird das DNS des Standardgateway-Netzwerks verwendet |
| **Bind**               | Betreibt einen voll ausgestatteten BIND-DNS-Server mit autoritativem Zonen-Hosting, DNS-Views und Split-Horizon-Funktionen                     |
| **Anderes Netzwerk**   | Leitet DNS-Anfragen an ein anderes VergeOS-Netzwerk weiter und erstellt automatisch A-Einträge für DHCP-Clients                                |
| **Deaktiviert**        | Es läuft kein DNS-Server, aber die Liste der DNS-Server wird DHCP-Clients dennoch angeboten                                                    |

### Einfaches DNS (Standard)

Einfaches DNS ist ein weiterleitender Resolver — er nimmt DNS-Anfragen von VMs entgegen und leitet sie an Upstream-DNS-Server weiter. Das reicht für die meisten Workloads aus, die nur eine Namensauflösung fürs Internet benötigen.

Sie können eine **Liste von DNS-Servern** im Netzwerk konfigurieren, um bestimmte Upstream-Resolver festzulegen. Wenn keine Liste angegeben ist, verwendet das Netzwerk die DNS-Server, die im Standardgateway-Netzwerk konfiguriert sind.

VMs, die mit DHCP konfiguriert sind, erhalten automatisch die DNS-Konfiguration vom Netzwerk — im Gastbetriebssystem ist keine manuelle DNS-Einrichtung erforderlich.

### Autoritatives DNS mit BIND

Für fortgeschrittene DNS-Anforderungen — eigene Zonen hosten, Split-Horizon-Konfigurationen oder als autoritativer Nameserver für eine Domäne dienen — aktivieren Sie den **Bind** Modus. Dies bietet:

* **DNS-Views** — Steuern, wie der Server basierend auf der Client-IP antwortet (z. B. interne vs. externe Clients)
* **DNS-Zonen** — Autoritative Einträge für eine oder mehrere Domänen hosten
* **Verwaltung von Einträgen** — Vollständige Unterstützung für A, AAAA, CNAME, MX, TXT, NS, SRV und andere Eintragstypen
* **Zonentransfers** — Primär-/Sekundärkonfigurationen für DNS-Redundanz
* **Split-Horizon-DNS** — Für denselben Hostnamen internen und externen Clients unterschiedliche IP-Adressen bereitstellen

DNS-Views werden konfiguriert unter **Netzwerke → DNS-Views → Neu**, wo Sie Regeln für den Client-Abgleich, Rekursionseinstellungen und Zonenzuordnungen festlegen. Zonen werden innerhalb von Views erstellt, und Einträge werden pro Zone verwaltet.

### DNS-Diagnose

Testen Sie die DNS-Auflösung über die Diagnoseoberfläche des Netzwerks:

1. Navigieren Sie zum Netzwerk-Dashboard → **Diagnose**
2. Wählen Sie **DNS-Abfrage** aus dem Dropdown „Abfrage“
3. Geben Sie einen **Host** (URL) ein und wählen Sie einen **Abfragetyp** (A, AAAA, MX usw.)
4. Optional können Sie einen **DNS-Server** angeben, um den Standard zu überschreiben
5. Klicken Sie auf **Senden** — eine erfolgreiche Abfrage gibt die aufgelöste IP-Adresse zurück

## Inter-Netzwerk-Routing über die DMZ

Das **DMZ-Netzwerk** ist der Verbindungspunkt für jedes interne und externe Netzwerk und stellt den gemeinsamen `100.64.0.0/16` Adressraum bereit, über den der netzwerkübergreifende Datenverkehr fließt. Im Hintergrund ist der **Core-vNet** das Routing-Fabric zwischen vNet: Es fungiert als Layer-3-Routing-Rückgrat, während die DMZ den gemeinsamen Adressraum bereitstellt, über den der netzwerkübergreifende Datenverkehr geroutet wird.

### Standard-Gateway-Regel

Damit ein internes Netzwerk das Internet (oder ein beliebiges externes Netzwerk) erreichen kann, benötigt es eine **Standard-Gateway-Routing-Regel**. Wenn Sie bei der Netzwerkerstellung ein externes Netzwerk im **Standardgateway** Feld auswählen, erstellt VergeOS diese Regel automatisch. Wenn Sie diesen Schritt überspringen, erstellen Sie die Regel manuell:

1. Navigieren Sie zum Dashboard des internen Netzwerks → **Regeln**
2. Klicken Sie auf **Neu** im linken Menü
3. Konfigurieren Sie die Regel:
   * **Name:** `Standardgateway`
   * **Aktion:** Route
   * **Richtung:** Ausgehend
   * **Typ (Ziel):** Andere Netzwerk-DMZ-IP
   * **Zielnetzwerk:** Wählen Sie Ihr externes Netzwerk
4. Klicken Sie auf **Übernehmen**, und klicken Sie dann auf **Regeln anwenden** im Netzwerk-Dashboard

### Routing zwischen internen Netzwerken

Damit zwei interne Netzwerke direkt kommunizieren können, benötigen Sie Routing-Regeln auf **beiden** Netzwerken, die über die DMZ aufeinander verweisen:

```mermaid
graph LR
    INT1["Internes Netz A<br/>10.10.1.0/24<br/><br/>Routing-Regel:<br/>→ Netz B über die DMZ"] -->|"Transit"| DMZ["DMZ<br/>(Transit-Fabric)"]
    DMZ -->|"Transit"| INT2["Internes Netz B<br/>10.10.2.0/24<br/><br/>Routing-Regel:<br/>→ Netz A über die DMZ"]

    style INT1 fill:#e8f5e9,stroke:#2e7d32
    style INT2 fill:#e3f2fd,stroke:#1565c0
    style DMZ fill:#fff3e0,stroke:#e65100
```

Erstellen Sie auf jedem Netzwerk eine statische Routing-Regel:

* **Aktion:** Route
* **Richtung:** Ausgehend
* **Protokoll:** BELIEBIG
* **Quelle:** Meine Netzwerkadresse
* **Ziel:** Andere Netzwerkadresse — wählen Sie das Zielnetzwerk aus
* **Ziel:** Andere Netzwerk-DMZ-IP — wählen Sie das Zielnetzwerk aus

Fügen Sie dann eine entsprechende **Firewall-Accept-Regel** (Aktion: Accept, Richtung: Eingehend) auf jedem Netzwerk hinzu, um den gerouteten Datenverkehr zu erlauben. Denken Sie daran: Interne Netzwerke sind standardmäßig sicher, daher wird gerouteter Datenverkehr ohne eine explizite Accept-Regel verworfen.

## Self-Service-Netzwerk für Mandanten

Ein wichtiges Merkmal der internen Vernetzung von VergeOS ist **das Self-Service der Mandanten**. Wenn ein Mandant (Virtual Data Center) bereitgestellt wird:

* Der Mandant erhält automatisch sein eigenes **DMZ-Netzwerk** als Routing-Rückgrat
* Mandantenadministratoren können **unbegrenzt viele interne Netzwerke** in ihrer Umgebung erstellen
* Jedes Mandantennetzwerk ist vollständig isoliert — Mandanten können die Netzwerke anderer Mandanten nicht sehen oder darauf zugreifen
* Mandanten verwalten ihr eigenes DHCP, DNS, ihre Firewall-Regeln und ihr Routing, ohne dass Eingriffe auf Host-Ebene erforderlich sind

Diese Architektur macht VergeOS ideal für **Managed Service Provider (MSPs)** und **Multi-Tenant-Unternehmensumgebungen** in denen jede Geschäftseinheit oder jeder Kunde eine autonome Netzwerkverwaltung innerhalb einer gemeinsamen Infrastruktur benötigt.

## Optionen zur Netzwerküberwachung

Interne Netzwerke bieten mehrere integrierte Überwachungsfunktionen:

| Funktion                                  | Beschreibung                                                                                       |
| ----------------------------------------- | -------------------------------------------------------------------------------------------------- |
| **Gateway überwachen**                    | Kontinuierlicher Ping des Gateways mit Historie zu Verfügbarkeit, Qualität und Latenz im Dashboard |
| **Statistiken für alle Regeln verfolgen** | Verfolgt die Gesamtzahl der Pakete/Bytes pro Regel für alle Regeln im Netzwerk                     |
| **DMZ-Statistiken verfolgen**             | Verfolgt Pakete/Bytes, die von diesem Netzwerk durch die DMZ fließen                               |
| **Regeln nachverfolgen/debuggen**         | Verfolgt den gesamten Datenverkehr durch die Firewall zu Diagnosezwecken                           |
| **Ratenbegrenzung**                       | Drosseln Sie den Netzwerkrouter mit konfigurierbarer Rate, Typ (z. B. MB/s) und Burst-Zulassung    |

{% hint style="info" %}
**Kommen Sie von VMware oder Nutanix?**

In VergeOS ist ein internes Netzwerk ein einzelnes Objekt, das Segment + Router + DHCP + DNS + Default-Deny-Firewall bündelt. Das DMZ-Netzwerk ist der einzige L3-Routingpunkt für den Verkehr zwischen Netzwerken.
{% endhint %}

## Best Practices

### Namenskonventionen

Verwenden Sie aussagekräftige, einheitliche Namen ohne Leerzeichen (z. B. `web-tier`, `db-prod`, `dev-lab-01`). Namen sollten Zweck und Umgebung auf einen Blick erkennen lassen.

### CIDR-Planung

Planen Sie Ihre Adressbereiche vor der Bereitstellung. Verwenden Sie eindeutige CIDRs für alle Netzwerke, die miteinander geroutet werden. Dokumentieren Sie Ihr IP-Zuweisungsschema, um Überlappungen zu vermeiden, während die Umgebung wächst.

### Segmentierungsstrategie

Erstellen Sie getrennte interne Netzwerke für jede Anwendungsschicht oder Sicherheitszone (Web, App, Datenbank). Verwenden Sie Firewall-Regeln, um den Verkehr zwischen den Schichten zu steuern — erlauben Sie nur die Ports und Protokolle, die jede Schicht tatsächlich benötigt.

### DHCP-Reservierungen verwenden

Bevorzugen Sie statische DHCP-Reservierungen gegenüber manuell zugewiesenen IPs im Gastbetriebssystem. Dadurch bleibt die IP-Verwaltung in VergeOS zentralisiert, und VMs erhalten über das normale DHCP immer die korrekte Adresse.

## Kernaussagen

| Konzept                      | Zusammenfassung                                                                                                                  |
| ---------------------------- | -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- |
| **Standardmäßig sicher**     | Interne Netzwerke blockieren sämtlichen Datenverkehr, bis Regeln ihn ausdrücklich erlauben — standardmäßig Zero-Trust            |
| **Layer 3 empfohlen**        | Der statische IP-Typ ermöglicht integriertes DHCP, DNS, Routing, Firewall und Ratenbegrenzung                                    |
| **DHCP-Modi**                | Dynamisch (MAC-Hash für pseudo-stabile IPs) oder Sequenziell (geordnete Zuweisung)                                               |
| **DNS-Modi**                 | Einfach (Weiterleitung), Bind (autoritativ mit Views/Zonen), Anderes Netzwerk oder Deaktiviert                                   |
| **DMZ-Routing**              | Der gesamte netzwerkübergreifende Datenverkehr fließt durch die DMZ; Routing-Regeln definieren die Pfade zwischen den Netzwerken |
| **Mandanten-Self-Service**   | Mandanten erstellen und verwalten ihre eigenen internen Netzwerke autonom                                                        |
| **Statische Reservierungen** | Binden Sie eine MAC-Adresse an eine bestimmte IP für garantiert stabile Adressierung                                             |

## Nächste Schritte

Nachdem die internen Netzwerke eingerichtet sind, behandelt das nächste Thema, wie sich der Datenverkehr mit Firewall-Regeln, NAT und VLANs absichern und steuern lässt: [**Firewall-Regeln, NAT & VLANs →**](/learn-the-platform/de/modul-4-netzwerke/04-firewall-nat-vlans.md)


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