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# Best Practices für Datenbanken

Der Betrieb von Datenbanken auf VergeOS kann bei richtiger Konfiguration eine hervorragende Leistung erzielen. Nachfolgend finden Sie die empfohlenen Best Practices zur Optimierung der Datenbankleistung, speziell für Datenbanken, die auf **Microsoft Windows** innerhalb der VergeOS-Umgebung.

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## Wichtige Anpassungen zur Leistungsoptimierung

* **Sicherungsort**: Bewahren Sie Datenbanksicherungen immer direkt innerhalb von VergeOS auf. Dadurch wird ein schnellerer Lese-/Schreibzugriff und insgesamt eine bessere Leistung bei Sicherungsvorgängen gewährleistet.
* **Datenbanken vor der Migration entschlüsseln**: Wenn Ihre Datenbank verschlüsselt ist, wird empfohlen, die **entschlüsseln** Datenbank vor der Migration auf VergeOS zu entschlüsseln. Dadurch werden mögliche Leistungseinbußen während der ersten Übertragung vermieden und ein optimaler Betrieb innerhalb der Umgebung gewährleistet.
* **Automatische Defragmentierung deaktivieren**: Die integrierte Windows **automatische Defragmentierungsaufgabe** sollte deaktiviert werden. Das Defragmentieren auf virtuellen Datenträgern kann zu Leistungsproblemen führen, insbesondere auf SSDs oder in stark fragmentierten virtuellen Umgebungen wie VergeOS.
* **Windows Defender deaktivieren**: Windows Defender ist zwar nützlich für die Sicherheit, kann die Datenbankleistung jedoch aufgrund der Echtzeitüberprüfung erheblich beeinträchtigen. Deaktivieren Sie Defender oder schließen Sie zumindest **aus** Folgendes von der Überprüfung aus:
  * Der Pfad oder das Laufwerk, auf dem die **Datenbankdateien** gespeichert sind
  * **Protokolldateien** und **Transaktionsprotokoll-Laufwerke**
* **Nicht wesentliche Windows-Dienste deaktivieren**: Viele Windows-Dienste sind für die Datenbankleistung unnötig und können wertvolle Ressourcen verbrauchen. Deaktivieren Sie alle nicht wesentlichen Dienste, um CPU, RAM und Festplatten-I/O für Datenbankoperationen freizugeben.
* **Kern-Überbelegung**: Vermeiden Sie es, CPU-Kerne zu überbelegen, insbesondere wenn mehrere Datenbank-VMs dieselben physischen CPU-Kerne gemeinsam nutzen. Eine Überbelegung kann zu Ressourcenengpässen führen und die Leistung jeder VM verringern.
* **Fsync auf Protokolldatenträgern deaktivieren**: Erwägen Sie für virtuelle Datenträger, die zum Speichern von Protokollen verwendet werden, das Deaktivieren von **Fsync**. Dadurch kann die I/O-Leistung verbessert werden, indem die Häufigkeit erzwungener Datensynchronisationen bei Protokollschreibvorgängen reduziert wird. Sie können dies tun, indem Sie die spezifischen Einstellungen des virtuellen Datenträgers in VergeOS bearbeiten.

  <div data-gb-custom-block data-tag="hint" data-style="warning" class="hint hint-warning"><p><strong>Wichtig</strong></p><p>Das Deaktivieren von Fsync kann bei einem Absturz zu Datenverlust führen. Stellen Sie sicher, dass dies mit der Toleranz Ihrer Datenbank gegenüber dem Kompromiss zwischen I/O-Leistung und Zuverlässigkeit übereinstimmt.</p></div>
* **Grenzen für die Kernzuweisung**: Begrenzen Sie die Anzahl der einer Datenbank-VM zugewiesenen Kerne so, dass sie die **physischen Kerne, die auf einem einzelnen CPU-Sockel verfügbar sind,**. Berücksichtigen Sie bei dieser Berechnung keine hyperthreaded Kerne.

  **Beispiel**: Auf einem System mit zwei Sockeln mit 8 physischen Kernen pro Sockel (16 Kerne, 32 Threads) begrenzen Sie die VM auf **8 Kerne** (1 physischer Sockel), um eine Überbelegung über mehrere Sockel hinweg zu vermeiden.
* **Speicherzuweisung**: Stellen Sie sicher, dass der der Datenbank-VM zugewiesene Speicher den in einem einzelnen CPU-Sockel verfügbaren physischen Speicher nicht überschreitet. Dadurch wird sichergestellt, dass der Speicherzugriff lokal erfolgt, und die Speicherzugriffslatenz wird reduziert.

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## Netzwerk- und Speicheroptimierungen

* **VirtIO-Treiber verwenden**: Für die Netzwerkleistung wird empfohlen, nach Möglichkeit **VirtIO-Netzwerktreiber** zu verwenden. Diese Treiber sind für die Leistung in virtuellen Umgebungen optimiert und bieten im Vergleich zu emulierten Treibern (z. B. e1000) einen deutlich besseren Durchsatz.

  Sie können die neuesten stabilen VirtIO-Treiber über den folgenden Link herunterladen: [VirtIO-Treiber herunterladen](https://fedorapeople.org/groups/virt/virtio-win/direct-downloads/stable-virtio/virtio-win.iso)
* **Festplatten-I/O überwachen**: Überwachen Sie regelmäßig die Festplatten-I/O-Leistung, insbesondere bei Volumes mit hoher Schreibaktivität wie Protokolldateien oder tempdb-Dateien, und erwägen Sie bei Bedarf die Zuweisung von Hochleistungs-SSDs oder NVMe-Laufwerken.

Wenn Sie diese Best Practices befolgen, können Sie die Leistung und Zuverlässigkeit Ihrer auf VergeOS laufenden Datenbanksysteme optimieren. Falls weitere Feinabstimmungen erforderlich sind, unterstützt VergeOS zusätzliche Funktionen, die dabei helfen können, die VM-Leistung in Echtzeit zu überwachen und zu verbessern.

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**Dokumentinformationen**

* Zuletzt aktualisiert: 2024-08-29
* vergeOS-Version: 4.12.6
  {% endhint %}


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