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# Autorisierendes DNS in VergeOS konfigurieren

## Überblick

Diese Anleitung führt Sie durch die Konfiguration autoritativer DNS-Dienste in VergeOS mit dem integrierten BIND-DNS-Server. Sie erfahren, wie Sie DNS-Dienste in einem Netzwerk aktivieren, DNS-Ansichten für die Zugriffskontrolle erstellen, DNS-Zonen für Ihre Domänen konfigurieren und DNS-Einträge verwalten. Am Ende dieser Anleitung haben Sie einen voll funktionsfähigen autoritativen DNS-Server, der in Ihrer VergeOS-Umgebung läuft.

Autoritatives DNS ermöglicht es Ihrem VergeOS-System, die maßgebliche Quelle für DNS-Einträge in Domänen zu sein, die Sie verwalten, und bietet Ihnen eine vollständige Kontrolle über die Auflösung von Domänennamen bei gleichzeitiger Einbindung in Ihre bestehende Netzwerkinfrastruktur.

## Was Sie lernen werden

Nach Abschluss dieser Anleitung können Sie:

• **BIND-DNS-Dienste aktivieren** in VergeOS-Netzwerken und die Konfigurationsoptionen verstehen • **DNS-Ansichten erstellen und konfigurieren** um den Zugriff zu steuern und Split-Horizon-DNS umzusetzen • **DNS-Zonen einrichten** für Domänen, die Sie autoritativ hosten möchten • **DNS-Einträge verwalten** einschließlich A-, CNAME-, MX- und anderer Eintragstypen • **Firewall-Regeln konfigurieren** um DNS-Datenverkehr zuzulassen und gleichzeitig die Sicherheit zu gewährleisten • **Zonentransfers einrichten** für redundante DNS-Konfigurationen • **DNS-Funktionalität überprüfen** und häufige Probleme beheben

**Häufige Fragen, die diese Anleitung beantwortet:**

* Wie aktiviere ich autoritatives DNS in meinem VergeOS-Netzwerk?
* Was ist der Unterschied zwischen LAN- und WAN-DNS-Ansichten und wie konfiguriere ich sie?
* Wie erstelle ich eine DNS-Zone für meine Domäne?
* Welche Firewall-Regeln benötige ich für öffentlich erreichbare DNS-Dienste?
* Wie füge ich verschiedene Arten von DNS-Einträgen hinzu?
* Wie richte ich DNS-Zonentransfers für Redundanz ein?
* Warum stellt mein DNS-Server internen Clients keine Internetauflösung bereit?

## Anforderungen

**VergeOS-Version**: v4.0 oder höher\
**Zugriffsebene**: Berechtigungen als Cluster-Administrator oder Mandanten-Administrator\
**Netzwerkanforderungen**: Ordnungsgemäß konfiguriertes Netzwerk mit externer Konnektivität (für öffentliches DNS)\
**Domänenanforderungen**: Registrierte Domäne mit der Möglichkeit, Nameserver-Einstellungen zu ändern (für öffentliches DNS)

**Vorkenntnisse**:

* Verständnis der DNS-Grundlagen (Zonen, Einträge, Auflösung)
* Vertrautheit mit der VergeOS-Netzwerkkonfiguration
* Grundlegendes Verständnis von Firewall-Regeln

## Zeitschätzung

**Abschlusszeit**: 20-45 Minuten\
**Einrichtungsvoraussetzungen**: 10-15 Minuten (Firewall-Regeln, Netzwerkprüfung)

## Kurzreferenz

| Aktion                  | Ort                                                          | Zweck                                         |
| ----------------------- | ------------------------------------------------------------ | --------------------------------------------- |
| BIND-DNS aktivieren     | Netzwerke > Netzwerk bearbeiten > DNS: Bind                  | Aktiviert autoritative DNS-Dienste            |
| DNS-Ansicht erstellen   | Netzwerke > DNS-Ansichten > Neu                              | Zugriffsrichtlinien für Clients konfigurieren |
| DNS-Zone erstellen      | Netzwerke > DNS-Ansichten > \[Ansicht] > DNS-Zonen > Neu     | Domäne für autoritatives Hosting hinzufügen   |
| DNS-Einträge hinzufügen | Netzwerke > DNS-Ansichten > \[Ansicht] > DNS-Zonen > \[Zone] | Domäneneinträge verwalten                     |
| Firewall konfigurieren  | Netzwerke > Regeln > Neu                                     | DNS-Datenverkehr zulassen (Ports 53 UDP/TCP)  |
| DNS testen              | Netzwerke > Diagnose > DNS-Lookup                            | DNS-Funktionalität überprüfen                 |

## Schritt-für-Schritt-Konfiguration

### Schritt 1: BIND-DNS in einem Netzwerk aktivieren

Der erste Schritt besteht darin, BIND-DNS-Dienste in dem Netzwerk zu aktivieren, das autoritatives DNS bereitstellen soll. Sie können DNS in jedem vorhandenen Netzwerk (intern oder extern) aktivieren, wobei externe Netzwerke typischerweise für öffentlich erreichbare DNS-Dienste verwendet werden.

1. **Navigieren Sie zu Ihrem Zielnetzwerk**:
   * **Netzwerke** > **Liste**
   * Wählen Sie das Netzwerk aus, in dem Sie DNS-Dienste aktivieren möchten
   * Klicken Sie **Bearbeiten** über das linke Menü
2. **DNS-Einstellungen konfigurieren**:
   * Suchen Sie die **DNS** Dropdown-Feld
   * Wählen Sie **Bind** aus den verfügbaren Optionen:
     * ***Bind*** - Aktiviert die vollständigen Fähigkeiten eines autoritativen DNS-Servers
     * ***Einfach*** - Einfache DNS-Weiterleitung (nicht autoritativ)
     * ***Deaktiviert*** - Keine DNS-Dienste
     * ***Anderes Netzwerk*** - An das DNS eines anderen Netzwerks weiterleiten
3. **Zusätzliche Netzwerkeinstellungen konfigurieren** falls erforderlich:
   * Prüfen Sie **IP-Adressart** ist eingestellt auf **Statisch** (erforderlich für DNS-Dienste)
   * Stellen Sie geeignete **DNS-Serverlisten** Einträge für die vorgelagerte Auflösung sicher
   * Konfigurieren Sie die **DHCP** Einstellungen, wenn Clients die DNS-Konfiguration automatisch erhalten sollen
4. **Übermitteln Sie die Konfiguration**:
   * Klicken Sie **Absenden** um die Netzwerkkonfiguration zu speichern
   * Das Netzwerk muss neu gestartet werden, um die DNS-Änderungen anzuwenden

{% hint style="warning" %}
**Wichtige Änderung des Netzwerkverhaltens**

Wenn Sie BIND in einem Netzwerk aktivieren, ist die Rekursion **standardmäßig deaktiviert**deaktiviert. Das bedeutet, dass interne Systeme die Standardroute des Netzwerks für die Internet-DNS-Auflösung verwenden, bis Sie DNS-Ansichten mit aktivierter Rekursion konfigurieren.
{% endhint %}

### Schritt 2: DNS-Ansichten erstellen

DNS-Ansichten steuern, wie der DNS-Server auf verschiedene Arten von Clients reagiert. Dieser Abschnitt erklärt, wie Sie sowohl interne (LAN) als auch externe (WAN) Ansichten für eine Split-Horizon-DNS-Konfiguration erstellen.

1. **DNS-Ansichten aufrufen**:
   * Über Ihr DNS-fähiges Netzwerk-Dashboard
   * Klicken Sie **DNS-Ansichten** über das linke Menü
   * Sie sehen eine leere Liste, die für die Ansichtskonfiguration bereit ist
2. **Die LAN-Ansicht (intern) erstellen**:
   * Klicken Sie **Neu** über das linke Menü
   * Konfigurieren Sie die Einstellungen der LAN-Ansicht:
     * **Netzwerk**: Wählen Sie Ihr DNS-Netzwerk aus dem Dropdown-Menü aus
     * **Name**: Geben Sie `LAN` (oder einen anderen aussagekräftigen internen Namen)
     * **Rekursion**: Aktivieren Sie das Kontrollkästchen, um **Rekursion zu aktivieren**
     * **Reihenfolge-ID**: Geben Sie `1` (Ansichten werden in Reihenfolge verarbeitet)
3. **Client-Zuordnung für die LAN-Ansicht konfigurieren**:
   * Im **Clients abgleichen** Abschnitt, klicken Sie auf die **+** Symbol, um Client-Netzwerke hinzuzufügen
   * Fügen Sie Ihre internen Netzwerkbereiche hinzu (diese Clients erhalten rekursives DNS):
     * `10.0.0.0/8` (private Klasse-A-Netzwerke)
     * `192.168.0.0/16` (private Klasse-C-Netzwerke)
     * `172.16.0.0/12` (private Klasse-B-Netzwerke)
     * Fügen Sie alle anderen in Ihrer Umgebung verwendeten internen Netzwerke hinzu
   * **Zieladressen abgleichen**: Für die meisten Konfigurationen leer lassen
   * **Maximale Cache-Größe**: Festlegen auf `32` MB (oder je nach Bedarf anpassen)
4. **Die WAN-Ansicht (extern) erstellen**:
   * Klicken Sie **Neu** wieder aus dem linken Menü
   * Konfigurieren Sie die Einstellungen der WAN-Ansicht:
     * **Netzwerk**: Wählen Sie Ihr DNS-Netzwerk aus dem Dropdown-Menü aus
     * **Name**: Geben Sie `WAN` (oder einen anderen aussagekräftigen externen Namen)
     * **Rekursion**: Leer lassen **deaktiviert** (aus Sicherheitsgründen deaktiviert)
     * **Reihenfolge-ID**: Geben Sie `2` (nach der LAN-Ansicht verarbeitet)
5. **Client-Zuordnung für die WAN-Ansicht konfigurieren**:
   * **Clients abgleichen**: Leer lassen (trifft auf alle anderen Clients zu, die nicht von der LAN-Ansicht erfasst werden)
   * **Zieladressen abgleichen**: Leer lassen
   * **Maximale Cache-Größe**: Festlegen auf `32` MB oder entsprechend
6. **Beide Ansichten übermitteln**:
   * Klicken Sie **Absenden** für jede Ansichtskonfiguration
   * Beide Ansichten sollten nun in Ihrer DNS-Ansichten-Liste erscheinen

{% hint style="info" %}
**Verarbeitungslogik der Ansichten**

Ansichten werden anhand der Reihenfolge der Order-ID verarbeitet. Die erste Ansicht, die zur IP-Adresse des Clients passt, bearbeitet die Anfrage. Die LAN-Ansicht (Order-ID 1) erfasst interne Clients und bietet Rekursion, während die WAN-Ansicht (Order-ID 2) alle anderen Clients erfasst und nur autoritative Antworten liefert.
{% endhint %}

### Schritt 3: DNS-Zonen konfigurieren

DNS-Zonen definieren die Domänen, für die Ihr Server autoritativ ist. Dieser Abschnitt behandelt das Erstellen von Zonen und das Konfigurieren ihrer grundlegenden Einstellungen.

1. **Zonenkonfiguration aufrufen**:
   * Von der **DNS-Ansichten** Liste, klicken Sie auf Ihre **LAN** Ansicht
   * Klicken Sie **DNS-Zonen** über das linke Menü
   * Klicken Sie **Neu** um eine neue Zone zu erstellen
2. **Grundlegende Zoneneinstellungen konfigurieren**:
   * **Typ**: Wählen Sie **Primär** (dieser Server ist der Master)
   * **Domäne**: Geben Sie Ihren Domänennamen ein (z. B. `company.com`)
   * **Nameserver**: Geben Sie den FQDN Ihres Nameservers ein
     * Für externe Nameserver: `ns1.example.com.` (beachten Sie den abschließenden Punkt)
     * Für Nameserver innerhalb der Domäne: `ns1.company.com.` (erfordert Glue-Records)
   * **E-Mail**: Geben Sie die Admin-E-Mail im DNS-Format ein (z. B. `admin.company.com`)
3. **Zeitliche Zoneneinstellungen konfigurieren**:
   * **Standard-TTL**: Festlegen auf `1h` (3600 Sekunden) für die meisten Umgebungen
   * **Negative Cache-TTL**: Festlegen auf `10m` (600 Sekunden)
   * **Aktualisierungsintervall**: Festlegen auf `3h` (10800 Sekunden) für Zonentransfers
   * **Wiederholungsintervall**: Festlegen auf `30m` (1800 Sekunden) für fehlgeschlagene Transfers
   * **Ablaufzeitraum**: Festlegen auf `3w` (1814400 Sekunden) für das Ablaufen der Zone
4. **Einstellungen für Zonentransfers konfigurieren** (für Redundanz):
   * **Benachrichtigen**: Wählen Sie **Ja** um Änderungsbenachrichtigungen zu aktivieren
   * **Auch benachrichtigen**: Geben Sie die IP-Adressen der sekundären DNS-Server ein (durch Semikolon getrennt)
     * Beispiel: `192.168.1.100;203.0.113.50`
   * **Transfer erlauben**: Geben Sie die für Zonentransfers autorisierten IP-Adressen ein
     * Beispiel: `192.168.1.100;203.0.113.50`
   * **Weiterleiter**: Für autoritative Zonen leer lassen
5. **Die Zonenkonfiguration übermitteln**:
   * Klicken Sie **Absenden** um die Zone zu erstellen
   * Die Zone wird in Ihrer DNS-Zonen-Liste angezeigt
6. **Erstellen Sie die Zone in der WAN-Ansicht** (für öffentlichen Zugriff):
   * Gehen Sie zurück zu **DNS-Ansichten** und wählen Sie Ihre **WAN** Ansicht
   * Wiederholen Sie den Prozess zum Erstellen der Zone mit identischen Einstellungen
   * Dadurch wird sichergestellt, dass sowohl interne als auch externe Clients die Domäne auflösen können

{% hint style="success" %}
**Empfehlungen für Nameserver**

Verwenden Sie für öffentliche Domänen Nameserver außerhalb Ihrer Domäne (z. B. `ns1.dnsProvider.com`), um zirkuläre Abhängigkeiten zu vermeiden. Wenn Sie Nameserver innerhalb der Domäne verwenden (z. B. `ns1.yourDomain.com`), müssen Sie beim Registrar Ihrer Domäne Glue-Records konfigurieren.
{% endhint %}

### Schritt 4: DNS-Einträge hinzufügen

Nachdem die Zonen erstellt wurden, können Sie nun DNS-Einträge für Ihre Domänen hinzufügen. Dieser Abschnitt behandelt das Erstellen gängiger Eintragstypen.

1. **DNS-Einträge aufrufen**:
   * Navigieren Sie zu **DNS-Ansichten** > **\[Ihre Ansicht]** > **DNS-Zonen**
   * Klicken Sie auf Ihre Domänenzone, um auf deren Einträge zuzugreifen
   * Sie sehen automatisch erstellte NS-Einträge (Nameserver)
2. **A-Einträge erstellen** (IPv4-Adresszuordnungen):
   * Klicken Sie **Neu** über das linke Menü
   * Konfigurieren Sie den A-Eintrag:
     * **Typ**: Wählen Sie **A**
     * **Host**: Geben Sie den Hostnamen ein (z. B. `www` für [www.company.com](http://www.company.com))
     * **Wert**: Geben Sie die IPv4-Adresse ein (z. B. `192.168.1.100`)
     * **TTL**: Verwenden Sie `0` für den Standardwert oder geben Sie eine benutzerdefinierte TTL an
     * **Reihenfolge-ID**: Verwenden Sie aufsteigende Zahlen (1, 2, 3 usw.)
3. **CNAME-Einträge erstellen** (Aliase):
   * Klicken Sie **Neu** über das linke Menü
   * Konfigurieren Sie den CNAME-Eintrag:
     * **Typ**: Wählen Sie **CNAME**
     * **Host**: Geben Sie den Aliasnamen ein (z. B. `mail`)
     * **Wert**: Geben Sie den Ziel-FQDN mit abschließendem Punkt ein (z. B. `smtp.company.com.`)
     * **TTL**: Verwenden Sie `0` für Standard
     * **Reihenfolge-ID**: Fahren Sie mit der fortlaufenden Nummerierung fort
4. **MX-Einträge erstellen** (Mailserver):
   * Klicken Sie **Neu** über das linke Menü
   * Konfigurieren Sie den MX-Eintrag:
     * **Typ**: Wählen Sie **MX**
     * **Host**: Für die Domänenwurzel leer lassen oder eine Subdomäne eingeben
     * **Wert**: Geben Sie Priorität und Mailserver ein (z. B. `10 mail.company.com.`)
     * **TTL**: Verwenden Sie `0` für Standard
     * **Reihenfolge-ID**: Fahren Sie mit der fortlaufenden Nummerierung fort
5. **Domänenwurzel-Eintrag erstellen**:
   * Klicken Sie **Neu** über das linke Menü
   * Konfigurieren Sie den A-Eintrag der Domänenwurzel:
     * **Typ**: Wählen Sie **A**
     * **Host**: Geben Sie die vollständige Domäne mit abschließendem Punkt ein (z. B. `company.com.`)
     * **Wert**: Geben Sie die IPv4-Adresse für die nackte Domäne ein
     * **TTL**: Verwenden Sie `0` für Standard
     * **Reihenfolge-ID**: Verwenden Sie `1` (typischerweise der erste Eintrag)
6. **In beiden Ansichten wiederholen**:
   * Fügen Sie identische Einträge sowohl in der LAN- als auch in der WAN-Ansicht hinzu
   * Dadurch wird eine konsistente Auflösung für interne und externe Clients sichergestellt
   * Berücksichtigen Sie unterschiedliche IP-Adressen für Split-Horizon-Konfigurationen

{% hint style="info" %}
**Anforderungen an das FQDN-Format**

Verwenden Sie im Wertfeld immer vollständig qualifizierte Domänennamen (mit abschließendem Punkt), um Verwirrung zu vermeiden. In Host-Feldern können Sie entweder relative Namen verwenden (z. B. `www`) oder FQDNs (z. B. `www.company.com.`). Die konsequente Verwendung von FQDNs wird empfohlen.
{% endhint %}

### Schritt 5: Netzwerk-Firewall-Regeln konfigurieren

DNS-Dienste erfordern bestimmte Firewall-Regeln, um Client-Anfragen und Zonentransfers zuzulassen. Dieser Abschnitt behandelt die erforderlichen Regelkonfigurationen.

1. **Zu den Netzwerkregeln navigieren**:
   * Über Ihr DNS-Netzwerk-Dashboard
   * Klicken Sie **Regeln** über das linke Menü
   * Überprüfen Sie vorhandene Regeln, um Konflikte zu vermeiden
2. **UDP-DNS-Regel erstellen** (für Standardanfragen):
   * Klicken Sie **Neu** über das linke Menü
   * Konfigurieren Sie die UDP-Regel:
     * **Name**: `DNS-UDP zulassen`
     * **Aktion**: Wählen Sie **Akzeptieren**
     * **Richtung**: Wählen Sie **Eingehend**
     * **Protokoll**: Wählen Sie **UDP**
     * **Port/Portbereich**: Geben Sie `53`
     * **Quelle**: Belassen Sie es bei **Beliebig** für öffentliches DNS oder Netzwerke für privates DNS angeben
     * **Schnittstelle**: Wählen Sie **Beliebig** oder spezifische Schnittstelle
3. **TCP-DNS-Regel erstellen** (für Zonentransfers und große Antworten):
   * Klicken Sie **Neu** über das linke Menü
   * Konfigurieren Sie die TCP-Regel:
     * **Name**: `DNS-TCP zulassen`
     * **Aktion**: Wählen Sie **Akzeptieren**
     * **Richtung**: Wählen Sie **Eingehend**
     * **Protokoll**: Wählen Sie **TCP**
     * **Port/Portbereich**: Geben Sie `53`
     * **Quelle**: Geben Sie aus Sicherheitsgründen nur autorisierte IPs sekundärer DNS-Server an
     * **Schnittstelle**: Wählen Sie **Beliebig** oder spezifische Schnittstelle
4. **Firewall-Regeln anwenden**:
   * Klicken Sie **Absenden** für jede Regel
   * Klicken Sie im Netzwerk-Dashboard auf **Regeln anwenden** über das linke Menü
   * Bestätigen Sie die Regelanwendung, um die Änderungen zu aktivieren

{% hint style="warning" %}
**Sicherheit der TCP-Regel**

Bei öffentlich erreichbarem DNS sollten Sie TCP-Port 53 nur von autorisierten sekundären DNS-Servern zulassen, um potenzielle Angriffe auf Zonentransfers zu verhindern. UDP-Port 53 kann für Standard-DNS-Anfragen normalerweise von überall zugelassen werden.
{% endhint %}

### Schritt 6: DNS-Konfiguration überprüfen

Nach der Konfiguration ist es wichtig, Ihre DNS-Dienste zu testen, um die ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen.

1. **DNS vom Netzwerk aus testen**:
   * Navigieren Sie zu Ihrem DNS-Netzwerk-Dashboard
   * Klicken Sie **Diagnose** über das linke Menü
   * Wählen Sie **DNS-Abfrage** aus dem Abfrage-Dropdown
   * Konfigurieren Sie den Test:
     * **Host**: Geben Sie eine von Ihnen konfigurierte Domäne ein (z. B. `www.company.com`)
     * **Abfragetyp**: Wählen Sie **A** oder den entsprechenden Eintragstyp
     * **DNS-Server**: Leer lassen, um lokales DNS zu verwenden, oder `127.0.0.1`
   * Klicken Sie **Senden** angeben, um die Abfrage durchzuführen
2. **Rekursive Auflösung testen** (interne Clients):
   * Verwenden Sie dieselbe Diagnoseoberfläche
   * Externe Domänenauflösung testen (z. B. `google.com`)
   * Sollte für Clients der LAN-Ansicht funktionieren, für Clients der WAN-Ansicht fehlschlagen
3. **Von externen Clients aus testen**:
   * Verwenden Sie externe DNS-Testwerkzeuge (z. B. `nslookup`, `dig`)
   * Fragen Sie die öffentliche IP-Adresse Ihres DNS-Servers ab
   * Autoritative Antworten für Ihre Domänen überprüfen
4. **Funktionalität des Zonentransfers überprüfen** (falls konfiguriert):
   * Testen Sie Anfragen für Zonentransfers von sekundären DNS-Servern aus
   * Überprüfen Sie die DNS-Protokolle auf erfolgreiche Transferbenachrichtigungen
   * Überprüfen Sie die Synchronisierung der Einträge zwischen primärem und sekundärem Server

{% hint style="success" %}
**Testtipps**

Verwenden Sie externe DNS-Testwebsites wie `whatsmydns.net` um die globale DNS-Verteilung zu überprüfen. Testen Sie sowohl autoritative Antworten (für Ihre Domains) als auch die rekursive Auflösung (für interne Clients), um die vollständige Funktionalität sicherzustellen.
{% endhint %}

## Erweiterte Konfiguration

### Einrichten von Zonentransfers

Zonentransfers bieten Redundanz, indem sie Ihre DNS-Zonen auf sekundäre Server replizieren.

1. **Primärzone für Transfers konfigurieren**:
   * Aktivieren Sie in Ihrer Zonenkonfiguration **Benachrichtigen: Ja**
   * Fügen Sie die IPs der sekundären Server zu **Auch benachrichtigen** Feld
   * Fügen Sie dieselben IPs zu **Transfer erlauben** Feld
   * Stellen Sie sicher, dass die Firewallregeln für TCP-Port 53 diese IPs zulassen
2. **Sekundären Server konfigurieren**:
   * Erstellen Sie eine neue Zone mit **Typ: Sekundär**
   * Geben Sie die IP-Adresse des primären Servers an
   * Es müssen keine Datensätze manuell erstellt werden (sie werden automatisch übertragen)

### Split-Horizon-DNS-Implementierung

Geben Sie internen und externen Clients unterschiedliche Antworten:

1. **Erstellen Sie unterschiedliche Einträge in LAN- und WAN-Ansichten**:
   * LAN-Ansicht: Interne IP-Adressen für Dienste
   * WAN-Ansicht: Öffentliche IP-Adressen für dieselben Dienste
   * Clients erhalten je nach ihrem Standort die passenden Adressen
2. **Beispielkonfiguration**:
   * LAN-Ansicht: `mail.company.com` → `192.168.1.50` (interner Mailserver)
   * WAN-Ansicht: `mail.company.com` → `203.0.113.50` (öffentliche IP des Mailservers)

## Index zur Fehlerbehebung

| Problem/Symptom                                       | Wahrscheinliche Ursache                         | Lösung                                                                                      |
| ----------------------------------------------------- | ----------------------------------------------- | ------------------------------------------------------------------------------------------- |
| Interne Clients können keine Internetseiten erreichen | Rekursion in der LAN-Ansicht nicht aktiviert    | Aktivieren Sie die Rekursion in der LAN-DNS-Ansicht                                         |
| Externe Clients erhalten keine DNS-Antwort            | Firewall blockiert UDP-Port 53                  | Firewallregel hinzufügen, die UDP-Port 53 erlaubt                                           |
| Zonentransfer schlägt fehl                            | TCP-Port 53 blockiert oder IP nicht autorisiert | Überprüfen Sie die Firewallregeln und die Einstellungen für Transfer zulassen               |
| DNS-Anfragen laufen in ein Timeout                    | Probleme mit der Netzwerkkonnektivität          | Überprüfen Sie das Netzwerkrouting und die Firewallregeln                                   |
| Datensätze werden nicht aufgelöst                     | FQDN-Format falsch                              | Stellen Sie sicher, dass FQDNs in Wert-Feldern mit einem abschließenden Punkt versehen sind |
| Sekundärserver erhält keine Updates                   | Notify-Einstellungen falsch                     | Überprüfen Sie die IPs für „Auch benachrichtigen“ und die Benachrichtigungseinstellungen    |

### Häufige DNS-Auflösungsprobleme

**Problem**: Clients können externe Domains nicht auflösen

* **Aktivieren Sie**: Rekursionseinstellung der LAN-Ansicht aktiviert
* **Aktivieren Sie**: Upstream-DNS-Server im Netzwerk konfiguriert
* **Aktivieren Sie**: Standard-Gateway für den Internetzugang konfiguriert

**Problem**: Öffentliche DNS-Anfragen funktionieren nicht

* **Aktivieren Sie**: Firewall erlaubt UDP-Port 53 aus dem Internet
* **Aktivieren Sie**: Netzwerk hat eine öffentliche IP-Adresse
* **Aktivieren Sie**: Domain-Registrar hat die korrekten Nameserver-Einstellungen

**Problem**: Zonentransfers funktionieren nicht

* **Aktivieren Sie**: TCP-Port 53 von sekundären Servern erlaubt
* **Aktivieren Sie**: IPs der sekundären Server in der Liste für Transfer zulassen
* **Aktivieren Sie**: Netzwerkkonnektivität zwischen primärem und sekundärem Server

## Nächste Schritte

Nach der erfolgreichen Konfiguration von autoritativem DNS sollten Sie diese zusätzlichen Implementierungen in Betracht ziehen:

**Überwachung und Wartung**:

* Richten Sie DNS-Abfrageprotokollierung und -überwachung ein
* Implementieren Sie eine automatisierte Verwaltung von DNS-Einträgen
* Planen Sie DNS-Server-Updates und Wartungsarbeiten

**Erweiterte Funktionen**:

* Informieren Sie sich über die Implementierung von DNSSEC für erhöhte Sicherheit
* Erwägen Sie DNS-Lastverteilung für hohe Verfügbarkeit
* Prüfen Sie die Integration mit dynamischen DNS-Diensten

**Verwandte Dokumentation**:

* [VergeOS-Netzwerk-Fehlerbehebung](/run-the-platform/networking/net-troubleshooting.md)
* [VergeOS-Firewallregeln-Konfiguration](/run-the-platform/networking/network-rules.md)
* [VergeOS-Netzwerk-Dashboards](/run-the-platform/networking/network-dashboards.md)

Für zusätzliche Unterstützung bei der DNS-Konfiguration wenden Sie sich an den VergeOS-Support mit konkreten Details zu Ihren Implementierungsanforderungen und eventuell aufgetretenen Fehlermeldungen.

***

{% hint style="info" %}
**Dokumentinformationen**

* Dokumenttyp: Konfigurationsleitfaden der Wissensdatenbank
* Kategorie: Netzwerkdienste
* Zuletzt aktualisiert: 2025-09-11
* VergeOS-Version: 4.12 und höher
  {% endhint %}


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